Kevin de Bruyne Das ist Wolfsburgs Rekordmann
Bei Werder Bremen war Kevin de Bruyne in einer schwierigen Phase für den Verein einer der besten. Der Offensivspieler erzielte in einer Saison, die der Club weitgehend im Abstiegskampf verbrachte, zehn Tore in 33 Bundesliga-Partien.
De Bruyne war Anfang August 2012 in Bremen vorgestellt worden. Er sollte an der Weser die letzte Saison des langjährigen Trainers Thomas Schaaf miterleben.
Für de Bruyne persönlich war die Saison trotzdem ein Erfolg. Er weckte durch seine Spielintelligenz, seinen Tordrang und seine Technik Begehrlichkeiten.
In der belgischen Nationalmannschaft zählt de Bruyne neben Eden Hazard, Romelu Lukaku oder Thibaut Courtois zu den vielen jungen, hoffnungsvollen Talenten in der Mannschaft von Nationaltrainer Marc Wilmots.
Beim FC Chelsea konnte sich de Bruyne trotzdem nie durchsetzen.
Die "Blues" liehen ihn nach dem Kauf zum Februar 2012 für die Rückrunde wieder an Genk aus. Anschließend ging es nach Bremen weiter.
Bei Werder konnte de Bruyne einerseits mit seiner spektakulären Spielweise begeistern. Er leistete sich aber auch viele einfache Fehler. Die Grafik zeigt alle Ballverluste de Bruynes durch ungenaue Kurzpässe (Pässe über höchstens zehn Meter). 166 davon leistete sich der Belgier insgesamt, 50 dieser Fehlpässe unterliefen ihm in der eigenen Hälfte - und führten zum Teil direkt zu Gegentoren.
An de Bruyne waren im vergangenen Sommer auch Borussia Dortmund und Bayer 04 Leverkusen interessiert. Zu einem Transfer kam es damals nicht, weil Chelsea-Coach José Mourinho dagegen war. Doch in der Hinrunde dieser Saison kam de Bruyne nur auf drei Einsätze in der Premier League.
In Wolfsburg erhöht de Bruyne die Qualität im Mittelfeld nochmals. In der Hinrunde gefiel dort neben Diego (vorne) vor allem Jungstar Maximilian Arnold. Der 19-Jährige erzielte fünf Tore in elf Partien.
Manager Klaus Allofs (r.) und Trainer Dieter Hecking (l.) freuen sich auf eine weitere Option in der Wolfsburger Offensive.