Kiew: Wieder Kämpfe am Freitag - DER SPIEGEL
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Krise in der Ukraine Kämpfe flammen wieder auf

Nach zwei Tagen Straßenschlacht hatte seit Donnerstagmorgen eine Art Waffenstillstand zwischen den Demonstranten und der Polizei gehalten, nun scheint dieser gebrochen zu sein. Am Abend brannten in Kiew wieder Barrikaden, Steine flogen auf Polizisten.
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Der Waffenstillstand scheint gebrochen: Am Freitagabend gab es wieder heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Foto: DAVID MDZINARISHVILI/ REUTERS
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Demonstranten ließen die Kämpfe am Abend wieder aufflammen.

Foto: Rob Stothard/ Getty Images
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Es brannten erneut die von Anhängern der Opposition aufgestellten Barrikaden aus ausgebrannten Autos und Sandsäcken

Foto: DAVID MDZINARISHVILI/ REUTERS
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Die nur rund 30 Meter entfernte Polizei reagierte zunächst nicht, sondern leuchtete die Szenerie lediglich mit Suchscheinwerfern aus.

Foto: Brendan Hoffman/ Getty Images
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Demonstranten wärmen sich an einem Feuer auf der Straße. Später allerdings eskalierte die Lage.

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Oppositionsführer Vitali Klitschko ist frustriert: Er könne die Enttäuschung der Menschen gut verstehen, sagt er nach gescheiterten Verhandlungen mit dem ukrainischen Präsidenten Janukowitsch. Doch er hört nicht auf, an seine Anhänger zu appellieren, die zu Tausenden seit Monaten den Maidan besetzt halten.

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Statt neuer Gewalt fordert Klitschko einen nationalen Streik. Nur friedlich könne der begonnene Aufstand zu einem guten Ende gebracht werden. Doch die Realität auf dem Unabhängigkeitsplatz sieht anders aus.

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Immer wieder geraten Sicherheitskräfte und Regierungsgegner an den Straßensperren aneinander.

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Bei Eis und Kälte verharren die Demonstranten auf den Barrikaden, mit denen sie sich vor der Polizei abschotten.

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Demonstranten verbrannten immer wieder Reifen in Kiew.

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Mit Atemschutzmasken schützen sich die Demonstranten gegen den Rauch brennender Autoreifen.

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In den vergangenen Tagen war die Gewalt eskaliert. Drei Demonstranten wurden getötet und mehr als 150 Polizisten verletzt.

Foto: Roman Pilipey/ dpa
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Frank-Walter Steinmeier hat den ukrainischen Botschafter einbestellt. Der Bundesaußenminister will bei dem Treffen die offizielle Haltung der Bundesregierung übermitteln. Steinmeier mache sich Sorgen über die Auseinandersetzungen, die verschärften Gesetze zur Versammlungsfreiheit und den Umgang mit Nichtregierungsorganisationen.

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Bereits in den vergangenen Tagen hatte Steinmeier mit seinem ukrainischen Amtskollegen telefoniert und sich dabei besorgt über die Eskalation auf den Straßen der Hauptstadt gezeigt. Regierungsgegner halten die Barrikaden in der Stadt aufrecht.

Foto: Zurab Kurtsikidze/ dpa
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Der ukrainische Präsident und Oppositionsvertreter um Boxweltmeister Vitali Klitschko und Oleg Tjagnibok von den Nationalisten hatten am Donnerstag mehrere Stunden verhandelt.

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Doch einen Durchbruch erzielten die Konfliktparteien nicht. Klitschko bat die Demonstranten im Zentrum von Kiew nach den Verhandlungen um Geduld und einen "Waffenstillstand".

Foto: GLEB GARANICH/ REUTERS
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Trauernde zündeten am Donnerstagabend Kerzen an im Gedenken an die Menschen, die während der gewaltsamen Proteste getötet worden sind.

Foto: Oleg Sinyavskiy/ dpa
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