Kinderarmut Wenn die Jüngsten leiden
Alle drei Sekunden stirbt auf der Welt ein Kind. Die Todesursache ist oft eine vermeidbare Krankheit, die durch mangelhaften Impfschutz, verschmutztes Wasser oder unhygienische Lebensbedingungen hervorgerufen wird. Das Kinderhilfswerk Unicef appelliert daher an die Weltgemeinschaft, sich energischer für die Ärmsten der Armen zu engagieren - und damit viele Kinder zu retten. Dieser Junge sammelt auf einer Müllhalde in Thailand Plastik.
"Die Welt driftet auseinander", warnt Unicef. In Afghanistan etwa schuften viele Kinder - wie auch die neunjährige Salma (r.), die in einer Ziegelfabrik arbeitet.
Die harte Arbeit hinterlässt ihre Spuren bei den Kleinsten, die ihren Eltern von 8 Uhr bis 17 Uhr in der Ziegelfabrik helfen müssen - jeden Tag.
Laut Unicef leiden noch immer rund 200 Millionen Kinder unter chronischem Nahrungsmangel. Sie wachsen langsamer als gutgenährte Gleichaltrige, und nicht selten werden ihre Gehirne durch Nährstoffmangel irreparabel beschädigt. Dieses Baby wächst in Manila auf den Philippinen auf, die Mutter ist obdachlos.
Dieser Junge im Norden Kenias muss von seinem Dorf aus sechs Kilometer gehen, um zu einem Brunnen zu gelangen.
Die Vereinten Nationen haben sich zum Ziel gesetzt, dass alle Kinder im Jahr 2015 die Möglichkeit haben sollen, eine grundlegende Schulausbildung zu absolvieren. Niyoymuremye aus Ruanda ist zehn Jahre alt. Er trägt gebrannte Ziegel, keine Schulbücher.
Auch diese Kinder spielen nicht, sie arbeiten in der indischen Hauptstadt Neu Delhi, wo im Oktober das sportliche Großereignis "Commonwealth Games" stattfindet.
Im Nachbarland Pakistan litten nach der Flutkatastrophe besonders die Kinder. Vor allem sie wurden krank, starben an Unterernährung. Diese drei warteten Anfang September in einem Flüchtlingslager in der Provinz Sindh auf Hilfe.
Aber auch in Europa leben viele Kinder in Armut. Ein Roma-Junge sitzt auf einem Auto in einem Vorort von Sarajewo.
Diese Jungen spielen auf einer Müllhalde am Ufer des Tigris in der Nähe der türkischen Stadt Hasankeyf.