Kinderfernsehen in der DDR Ach du meine Nase!
Sandmann, lieber Sandmann: Am 22. November 1959 streute er das erste Mal Sand in die Augen der Kinder in der DDR - und wurde über Nacht berühmt. Und auch 50 Jahre später ist das Sandmännchen noch immer in der Nachtschicht aktiv.
Puppen aus dem Märchenwald: In der Kindersendung "Meister Nadelöhr" traten diese Gestalten auf - der schulmeisterliche Herr Fuchs und der naseweise Kobold Pittiplatsch, der sich durch freche Sprüche wie "Ach du meine Nase" auszeichnete.
Ballonfahrt ins Schlummerland: Das Sandmännchen wurde nach seinem ersten Fernsehauftritt in der DDR schnell zum Liebling der Nation. Die einschläfernde Sendung wurde von Eltern und Kindern im Osten ebenso geschätzt wie ihr Pendant im Westen.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-1984-1126-312
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Der Vater des Sandmännchens: Im November 1959 hatte der Puppengestalter Gerhard Behrendt von den Programmchef des DDR-Staatsfernsehens den Auftrag bekommen innerhalb weniger Tage eine Figur für das Kinderfernsehen zu erschaffen. So wurde das allseits beliebte Sandmännchen geboren.
Dreiste Kopie: Nachdem Walter Heynowski erfahren hatte, dass in der BRD ab dem 1. Dezember eine abendliche Kindersendung mit dem Titel "Das Sandmännchen" ausgestrahlt werden sollte, gab er eine dreiste Kopie in Auftrag. Mit Hochdruck wurde im November 1959 "Unser Sandmännchen" für das Fernsehen der DDR produziert, so dass schließlich am 22. November die erste Sendung ausgestrahlt werden konnte - knapp eine Woche vor dem eigentlichen Original.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-1986-0324-023
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Ein Fuhrpark fürs Sandmännchen: In der ersten Folge des Sandmännchens schlief dieses nach getaner Arbeit noch an einer Straßenecke ein, was zu Protesten vieler Eltern führte. Das Ende der Sendung wurde daher noch überarbeitet. Im Zuge dessen kam der kleine Mann mit dem langen Spitzbart zu einem reichhaltigen Fuhrpark aus Autos, Raumschiffen, futuristischen Fahrzeugen und seinem berühmten Heißluftballon.
Kleiner Mann ganz groß: Das DDR-Sandmännchen wurde nach der Wende 1990 eingestellt, nach heftigen Zuschauerprotesten kam er jedoch schnell zurück ins Programm und überlebte anschließend sogar die Abwicklung des DDR-Senders DFF. Die Produktion wurde schließlich in die Filmstudios Babelsberg verlegt, wo sie bis heute geblieben ist.