Kindheit in Bremen - DER SPIEGEL
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Kindheit in Bremen Heimliche Muttersprache

Platt war verpönt: Kaum ein Wort brachte Karl Wilhelm Meier während seiner Schulzeit in diesem altertümlich anmutenden Dialekt hervor. Tatsächlich aber verstand er jeden Satz - denn seine Kindheit hatte er mit dem Bremer Original Ottjen Alldag verbracht.
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Snoorhuus: Das Institut für niederdeutsche Sprache im Schnoorviertel in Bremen, aufgenommen am 27. April 2007.

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Gedenken an einen plietschen Jungen: Die Ottjen-Alldag-Plastik im Bremer Schnoorviertel. 1964 schuf der deutsche Bildhauer Claus Homfeld die Skulptur, die an die Romanfigur des plattdeutschen Dichters Georg Droste erinnert (Foto von 2009).

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Drostes Grab: Der Bremer Dichter Georg Droste (1866 - 1935) liegt auf dem Osterholzer Friedhof in seiner Heimatstadt begraben.

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Baden in der Weser: Drei Jahre lebte und ging ich - gebürtiger Münchner - in Oldenburg zur Schule. Meine Vorfahren waren Ost- und Westfriesen und meine Großmutter snackte immer mit uns Platt. Als ich in Oldenburg lebte, fragten mich ständig die Leute, wie ich als junger Tscheche oder Pole die Flucht in den Westen geschafft habe, weil mein Münchner Dialekt dort schwer verstanden wurde. Wenn neben mir die Friesen ihr Platt redeten, verstand ich kein Wort und dachte oft, ich sei in einem anderen Land. Oft badeten wir in der Weser, wie auf Foto von 1958 gezeigt, hier bei Brake/Weser.

Foto: Karl Schillinger
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