"Kingdom Come: Deliverance" im Test - DER SPIEGEL
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Fotostrecke Die Mittelalter-Welt von "Kingdom Come: Deliverance"

Das Debüt der tschechischen Warhorse Studios will ein möglichst realistisches Mittelalter-Rollenspiel sein: Der Held bekommt Hunger, muss schlafen und kann lesen lernen. Doch macht das überhaupt Spaß?
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"Kingdom Come: Deliverance" versetzt den Spieler in eine authentisch anmutende Mittelalterwelt. Tiere und Menschen folgen festen Abläufen: Tagsüber tobt in den Dörfern das Leben, nachts drehen lediglich die Wachleute ihre Runden.

Foto: Warhorse Studios/ Olaf Bleich
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In dem Rollenspiel gibt es keinen Charakterbaukasten, Spieler können also nicht das Gesicht des Protagonisten Heinrich verändern. Im Spielverlauf verpasst man dem Schmiedesohn aber eigene Ausrüstung und Kleidung. Das sorgt für Individualität.

Foto: Warhorse Studios/ Olaf Bleich
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Kämpfen will gelernt sein: Bevor Heinrich für die Wache in den Sattel steigt, übt er einige Runden mit dem Hauptmann. Die Kämpfe erweisen sich leider als ziemlich unübersichtlich.

Foto: Warhorse Studios/ Olaf Bleich
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Bei der Patrouille ertappt Heinrich einen Kollegen bei einem Gelage in der örtlichen Schenke. Nach einer kurzen Ermahnung gönnt er sich aber selbst eine Pause. "Kingdom Come: Deliverance" bindet die Spielwelt geschickt in die Missionen ein und erzeugt so immer wieder sehr unterhaltsame Momente.

Foto: Warhorse Studios/ Olaf Bleich
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Kein Bildfehler! Nach einer durchzechten Nacht legt sich Heinrich mit einem Spießgesellen an. Der Genuss von Alkohol sorgt für eine getrübte Sicht und für eine noch wackligere Kameraperspektive.

Foto: Warhorse Studios/ Olaf Bleich
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"Kingdom Come: Deliverance" basiert auf der CryEngine. Vor allem in den hübschen Waldgebieten macht sich der Einsatz der modernen Grafiktechnologie bezahlt. Die Gesichtsanimationen während der Dialoge wirken dagegen steif und emotionslos.

Foto: Warhorse Studios/ Olaf Bleich
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Das Kampfsystem erfordert viel Eingewöhnung, nicht selten enden Konflikte mit dem unfreiwilligen Bildschirmtod. Um die fehlende "Quicksave"-Funktion auszugleichen, haben Hobby-Entwickler für die PC-Version bereits erste Mods gebaut , die schnelles Speichern in zwei Varianten erlauben sollen.

Foto: Warhorse Studios/ Olaf Bleich
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"Kingdom Come: Deliverance" greift immer wieder Klassenunterschiede zwischen Adel und Bauern auf. Beim Jagdausflug mit dem Edelmann Hans muss Heinrich beispielsweise neben den Hunden laufen.

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Humor und sogar Sex sind ebenfalls Teil des mittelalterlichen Szenarios. Bei einem Hexentanz etwa geht es vogelwild zu, und auch bei anderer Gelegenheit entscheiden Spieler darüber, ob sie sich Bettgesellschaft suchen möchten.

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Dialoge spielen innerhalb der teils enorm langen Quest-Ketten eine entscheidende Rolle. Wer sich geschickt anstellt, überzeugt sein Gegenüber mit Rhetorik, dem persönlichen Status oder der Androhung körperlicher Gewalt.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?