Kino auf dem Dorf - DER SPIEGEL
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Kino auf dem Dorf Filmtheater mit Brausebad

"Lebende Photographien" zeigten Wanderkinos im holsteinischen Ort Lensahn schon 1897, nur anderthalb Jahre nach der Pariser Weltpremiere. Ein eigenes Kino bekam der Ort aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg - dafür mit Badewannen und Brausekabinen. Uwe Stock berichtet über acht Jahrzehnte Kino in der Provinz.
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Pat und Patachon: Zwei Schauspieler, die als Pat und Patachon auftraten, waren von Alois Polarczyck zur Filmvorführung nach Lensahn eingeladen worden. Sie stehen hier vor dem Eingang des Lensahner Kinos.

Foto: Uwe Stock/Archiv Gmeinde Lensahn
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Eröffnung: Das Bild zeigt Alois Polarczyk bei der feierlichen Eröffnung des Lensahner Kinos am 21. Januar 1950.

Foto: Uwe Stock/Archiv Gemeinde Lensahn
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Das erste Wanderkino in Oldenburg: Eine Anzeige in den "Wagrisch-Fehmarschen Blättern" vom 18.5.1897 lädt zur ersten "Vorführung des Kinematographen" mit lebenden Photographien ein.

Foto: Uwe Stock/Archiv Gemeinde Lensahn
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Wanderkino der Gaufilmstelle im Hotel Lensahn: Das Bild zeigt die Eutiner Straße in Lensahn. Das hohe Gebäude mit der Hakenkreuzfahne ist das Hotel Lensahn, in dem die Gaufilmstelle ihre Filme vorführte.

Foto: Uwe Stock/Archiv Gemeinde Lensahn
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Filmplakat "Fanfaren der Ehe": Alois Polarczyk ließ sich vom Kunstmaler Knuth die Filmplakate malen. Das Bild zeigt ein typisches Produkt aus den fünfziger Jahren, als der Plakatdruck für ein kleines Filmtheater noch zu teuer war. Es ist das Plakat zum Film "Fanfaren der Ehe" mit Dieter Borsche, Georg Thomalla u. a.

Foto: Uwe Stock/Archiv Gemeinde Lensahn
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Filmtheater: Das Bild zeigt das Filmtheater in Lensahn, Lübecker Straße.

Foto: Uwe Stock/Archiv Gmeinde Lensahn
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Kinoreklame in den Fünfziger Jahren: Alois Polarczyk schaltete regelmäßig solche Anzeigen in den Regionalzeitungen für seine Kinos in Lensahn und in den Ostseebädern.

Foto: Uwe Stock/Archiv Gmeinde Lensahn
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NS-Propaganda in der Schule: Die Gaufilmstelle Schleswig-Holstein versorgte auch die Schulen der Provinz flächendeckend mit Propagandafilmen. In einem Erlass vom 8.9.1934 heißt es. "Es finden ... vor zusammengefaßten Klassen soviele staatspolitischen Filme statt, daß jeder Schüler bis zu viermal im Jahr beteiligt wird. Die Schulleiter sind dafür verantwortlich, daß ... jedes Kind erfaßt wird." Es werden zwei Propagandafilme und ein Zeichentrickfilm ("Die gefoppte Priemback") gezeigt. Der Trickfilm am Ende der Vorstellung sorgte für eine entsprechend lange Aufmerksamkeitsspanne der Kinder. Die handschriftlichen Notizen des Schulleiters zeigen, dass alle Kinder der Schule teilgenommen haben. 15% der Einnahmen konnte die Schule behalten.

Foto: Uwe Stock/Archiv Gemeinde Lensahn
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