Kino-Mythos - DER SPIEGEL
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Hunderte Filme - ein Schrei "Aaaaaaaarghh!"

Aaaaaargh! Es begann als Insider-Gag zweier Filmfans - mittlerweile hat ein markerschütterndes Kreischen halb Hollywood infiltriert. Der "Wilhelm-Schrei" kommt in mehr als hundert Kinofilmen vor - auch in den größten Hits der Traumfabrik.
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Weltraumkrieger: Ben Burtt, der die Soundeffekte für George Lucas' "Krieg der Sterne" entwickelte, hatte den "Wilhelm-Schrei" schon als Kind entdeckt. Nachdem er das "Aaaaaaaarghh!" dann zum ersten Mal einem stürzenden Sternenkrieger in den Mund gelegt hatte, begann die große Karriere des Schreis. Burtt arbeitete als Tontechniker für alle "Star Wars"-Filme - und brachte den Wilhelm-Schrei in jedem Teil mindestens einmal unter.

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Held der Menge: Auch in "Jäger des verlorenen Schatzes" von 1981 kommt der markante "Wilhelm-Schrei" vor. Exakt nach 1:23:57 Stunden stößt Indiana Jones einen Nazisoldaten von einem Truck - und der den berühmten Wilhelm-Schrei aus.

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Schrei langsam: Auch der dritte Teil der "Stirb Langsam"-Reihe kommt nicht ohne den "Wilhelm-Schrei" aus. Als Bruce Willis im Central Park fast einen Pantomimen mit dem Auto anfährt, ertönt er wieder: "Aaaaaaaaaaargh!"

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Der Urschrei: Das erste Mal wurde der "Wilhelm-Schrei" 1951 in dem Western "Die Teufelsbrigade" (im Original: "Distant Drums") mit Gary Cooper eingesetzt. In der Szene wird ein Soldat von einem Alligator angegriffen und unter Wasser gezogen. Inzwischen wurde er aber auch für viele andere Situationen benutzt - viele Blockbuster der vergangenen Jahrzehnte verwendeten den markanten Schrei.

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Der Über-Held: In dem Vietnam-Klassiker "Die grünen Teufel" ("Green Berets", mit John Wayne) stößt nicht der Held den "Wilhelm-Schrei" aus, sondern feindliche Soldaten, die von einer Granate in die Luft gesprengt werden.

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Der zitierte Schrei: "Poltergeist" ist einer der ersten Filme, in denen Ben Burtt und sein Studienfreund Richard Anderson den "Wilhelm-Schrei" gezielt einsetzen. Daraus entwickelt sich ein Insider-Gag zwischen den beiden Tonmeistern. Immer öfter setzen sie bei ihren Filmprojekten das charakteristische "Aaaaaaaargh!" ein - der Schrei wird zum Kult.

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Der Fledermausmann: In "Batmans Rückkehr" stößt der maskierte Held einen Clown aus dem Weg, der daraufhin laut schreit - natürlich den "Wilhelm-Schrei".

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Affengeschrei: In Tim Burtons Remake des Klassikers "Planet der Affen" wird der "Wilhelm-Schrei" gleich dreimal ausgestoßen, allerdings nicht von Affen, sondern immer nur von Menschen.

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Schreihals: Auch in der Comic-Verfilmung "Hellboy" von 2004 darf der "Wilhelm-Schrei" natürlich nicht fehlen.

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Ein ungleiches Paar: Nicht nur in Action- und Horrorstreifen spielt der "Wilhelm-Schrei" eine Rolle, auch in so harmlosen Zeichentrickfilmen wie "Die Schöne und das Biest" kommt der Klassiker aus Hollywoods Tonarchiv zum Einsatz.

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Animierter Gorilla: Filmemacher Peter Jackson ist ein bekennender Fan des "Wilhelm-Schreis". Dass er ihn in seinem "King Kong"-Remake von 2005 einsetzte ist Ehrensache.

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Rache mit dem Schwert: Quentin Tarantino, bekannt für das zitieren anderer Filme in seinen Werken, ließ in "Reservoir Dogs" den "Wilhelm-Schrei" erstmals erklingen. Doch das reichte ihm offenbar nicht: In "Kill Bill" kommt er geradezu unanständig oft vor.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?