Kinodoku "1/2 Revolution" Bilder eines Aufstands
Bilder aus der Dokumentation "1/2 Revolution": Als in Kairo die Revolution begann, griffen die Filmemacher Omar Shargawi und Karim El Hakim zu ihren Kameras und hielten das Erlebte fest.
"Es ist ein sehr subjektiver Film, wir wurden ja schnell Teil des Geschehens", sagen sie. Hier ist Autor und Kameramann Karim El Hakim selbst im Bild zu sehen.
"Meine vage Idee war, das alles auf YouTube zu posten, um der Welt zu zeigen, was hier passiert", erzählt El Hakim. "Aber dann wurde das Internet abgeschaltet, und wir konnten mit unserem Material nirgends hin."
"Wir filmten und filmten, und nach ein paar Tagen wurde uns klar, dass wir genügend faszinierende Szenen hatten, um einen filmischen roten Faden zu spinnen", sagt El Hakim.
Schnell wurde den Filmemachern jedoch klar, dass es zum Teil zu gefährlich war, mit einer Kamera zu drehen.
Im Verlauf der Proteste griffen sie deshalb auch zu ihren Handys, um weiter filmen zu können.
"Es gab einen Moment mitten in einer Schlacht zwischen den Demonstranten und der Polizei, als wir bedrängt wurden, zur Moschee zu gehen und die vielen dort aufgebahrten Toten filmen", sagt Shargawi. "Aber das Geschehen war wichtiger als Leichen und Blut."
"Zum ersten Mal in der siebentausendjährigen Geschichte Ägyptens haben die Leute ihre kollektive Macht gespürt", sagt El Hakim zu den Perspektiven seines Heimatlandes. "Das hat die Mauer der Angst eingerissen."