Kinofilm "No Turning Back" Das Leben ist (k)eine Baustelle
Einsame Entscheidung: Ivan Locke (Tom Hardy) lässt in "No Turning Back" die größte und wichtigste Baustelle in seiner Karriere im Stich, um von Birmingham nach London zu fahren.
Am Steuer seines BMWs spricht er via Bluetooth mit wechselnden Personen aus seinem Leben: seinem hysterischen Chef, seinem panischen Untergebenen, seinen enttäuschten Söhnen, seiner irritierten Ehefrau.
Mehr als Tom Hardys Gesicht sieht man selten in "No Turning Back", gelegentlich zeigt Kameramann Haris Zambarloukos verwischte Straßenaufnahmen - oder überblendet die Autobahn-Szenerie kunstvoll mit Hardys Konterfei.
Solo-Darsteller Tom Hardy: In seinen bisherigen Filmen, darunter "Inception" und "The Drak Knight Rises", fiel der Brite vor allem durch seine physische Präsenz auf. In "No Turning Back" zeigt er, dass ihm Mimik und Blicke für großes Drama ausreichen.
Ein Mann im Verantwortungsdilemma: Ivan Locke (Tom Hardy) lässt Job und Familie sausen, um nicht denselben Fehler wie einst sein eigener Vater zu machen.
Existenzielles Minimal-Drama: Regisseur Steven Knight (r., mit Tom Hardy und Kameramann Haris Zambarloukos) drehte zuvor den sehenswerten Thriller "Redemption" mit Jason Statham und schrieb unter anderem das Drehbuch zu David Cronenbergs "Eastern Promises".