Unbekannte Stars Unter der Maske
Hinter dem Horizont: Nicht alles, was glänzt, ist massives Gold. In dem blitzenden Blechanzug des Protokolldroiden C-3PO (Im Bild mit Mark Hamill als Luke Skywalker im ersten "Star Wars"-Film "Eine neue Hoffnung") steckt der Brite...
...Anthony Daniels: Der Schauspieler war alles andere als ein Science-Fiction-Fan, als George Lucas ihn fragte, ob er nicht einen Droiden in "Star Wars" spielen wolle. Das einzige Weltraumspektakel, zu dem sich Daniels bis heute ins Kino bemüht hat, ist "2001 - Odyssee im Weltraum". Allerdings war er so enttäuscht von dem Film, dass er den Kinosaal nach zehn Minuten wieder verließ und sein Geld zurückverlangte. So zumindest will es die Legende. Trotzdem verspürte Daniels zu C-3PO sofort eine Verbindung, als er eine Zeichnung sah. Sie zeigte den goldenfarbenen Roboter in der kargen Landschaft des Wüstenplaneten Tatooine. "Ich dachte", so der Schauspieler, "dies ist ein merkwürdig bewegendes Bild einer wunderschönen, aber einsamen Figur."
Gefahr im Anzug: Der unheimliche Alien aus dem gleichnamigen Film (1979) von Ridley Scott wurde gespielt von...
...Bolaji Badejo: Der 2,18 Meter große Design-Student wurde von einem Mitglied des Casting-Teams für "Alien" in einer Bar entdeckt. Regisseur Ridley Scott fand, dass der schlaksige Nigerianer Arme und Beine hatte, die zu lang waren, um im Alien-Kostüm noch wie die eines Menschen zu wirken. Er engagierte ihn. Bei den Dreharbeiten fühlte sich Badejo dann, als würde sein Kopf in einer überdimensionierten Banane stecken. Heute arbeitet Badejo als Tänzer und Choreograf in London.
Viel Fell um nichts? Von wegen! In dem Wookiee Chewbacca aus dem Science-Fiction-Klassiker "Star Wars" steckt...
...Peter Mayhew: Der 2,21 Meter große Brite wurde von den Produzenten des Films "Sindbad und das Auge des Tigers" (1977) entdeckt - in einem Zeitungsartikel über Menschen mit großen Füßen. In "Sindbad" spielte er den Minotaurus. Doch zur Legende wurde er als der freundliche Wookie Chewbacca. 1999 wanderte der Engländer in die USA aus.
Sein behaartes Alter Ego öffnete ihm die Tür zur begehrten Green Card. "Ich kann doch meinem Enkel nicht erzählen", sagte ein Beamter der Einwanderungsbehörde, "dass ich Chewie nicht in die Vereinigten Staaten gelassen habe." Heute lebt der 65-Jährige als Möbelbauer in Granbury, Texas. Doch noch immer bessert er sich mit Autogrammstunden auf Science-Fiction-Conventions die Haushaltskasse auf.
Das Gummigesicht: 1978 tauchte die bleiche Maske von Michael Myers das erste Mal auf der Kinoleinwand auf. Seitdem ist der Mörder mit dem blitzenden Messer neunmal zurückgekehrt. Bei seinem ersten Auftritt wurde er gespielt von...
...Nick Castle: Der damals 21-Jährige spielte die Rolle von Michael Myers, um seinem Kumpel John Carpenter einen Gefallen zu tun. Aufgrund des knappen Budgets bekam er für die Rolle gerade mal 25 Dollar pro Tag. Ebenfalls dem massiven monetären Mangel geschuldet ist die berühmte Maske. Um Geld zu sparen, besorgte man einfach das billigste Gummigesicht, das es im Kostümladen gab - es war das Antlitz des "Star Trek"-Helden William Shatner, das zu einem seiner eher unrühmlichen Frühwerke "Nachts, wenn die Leichen schreien" erschienen war. Das Gummigesicht wurde weiß angemalt, die Augenschlitze wurden vergrößert und fertig war die Horrorikone. Heute verdient Castle weit mehr als 25 Dollar am Tag als Regisseur und Drehbuchautor - unter anderem von einigen erfolgreichen Kinderfilmen. So drehte er "Dennis, die Nervensäge" und schrieb das Skript zu Steven Spielbergs "Hook".
Held im Kult-Monster: Auch in Godzilla steckt etwas Menschliches. Im ersten Film von 1954 war das...
...Haruo Nakajima: Der Schauspieler guckte sich seine Bewegungen für den ersten aller "Godzilla"-Filme unter anderem aus dem Monsterfilmklassiker "King Kong" (1933) ab. Doch die Rolle barg einige Probleme abseits von grimmigen Gesten und dem möglichst spektakulären Zerstampfen der Innenstadt von Tokio. In dem 110 Kilogramm schweren Gummikostüm konnte er kaum atmen, die Scheinwerfer heizten den Anzug auf bis zu 60 Grad auf. So konnte sich Nakajima immer nur ein paar Meter weit bewegen, bevor er den Kopf der Riesenechse abnehmen musste, um Luft zu holen. Mehrmals wurde der Schauspieler in seinem Kostüm bewusstlos und zerstörte Tokio nur aus Versehen. Trotzdem spielte Nakajima noch bis in die siebziger Jahre hinein in Dutzenden weiteren Monsterfilmen die Ungeheuer und gilt unter Fans bis heute als einer der überzeugendsten Monsterdarsteller überhaupt.
Berühmtheit aus der Dose: Auch der piepsende kleine Roboter R2-D2 aus "Star Wars" wurde in einigen Szenen von einem Menschen gespielt. Dieser heißt...
...Kenny Baker: Der 1,12 Meter große Filmstar spielte außerdem in Klassikern wie David Lynchs "Der Elefantenmensch" (1980), Terry Gilliams "Time Bandits" (1981) und Milo? Formans "Amadeus" (1984) mit. Seit Jahren schon liefert sich der Schauspieler zudem einen Zickenkrieg - ausgerechnet mit Anthony Daniels, dem Darsteller von C-3PO. Der britische Mime sei "der unfreundlichste Mann", der ihm je begegnet sei. Obwohl sie sich über drei Jahrzehnte immer wieder an den "Star Wars"-Sets begegnet seien, wäre Daniels ihm stets aus dem Weg gegangen und habe nie wirklich ein Wort mit ihm gewechselt.
Pelzträger: Wenn der gefräßige Außerirdische Alf nur herumsaß, wurden die Szenen mit einer Puppe gedreht. Doch lief der knuffige Katzenhasser herum oder war als Ganzes zu sehen, wurde er gespielt von...
...Mihaly "Michu" Meszaros: Der knapp 84 Zentimeter große ungarische Mime (hier als Kind) spielte Alf während der gesamten Dauer der Serie von 1986 bis 1990. Dafür setzte ihm die kalifornische Stadt Hawthorne ein Denkmal - die kürzeste Straße des Ortes heißt "Michu Lane".
Bild von motos.net
Das geht unter die Haut: "Blutgericht in Texas" von 1974 ist ein Klassiker des Horrorgenres. Der Star des Films ist ein blutrünstiger, Kettensägen schwingender Killer namens Leatherface. Seinen Namen hat der einsilbige Irre seiner Eigenart zu verdanken, die Gesichter seiner Opfer als Maske zu tragen. Das wahre Gesicht der Horrorikone kennen indes nur eingefleischte Fans. Er heißt...
...Gunnar Hansen: Der gebürtige Isländer kam im Alter von vier Jahren nach Amerika. Als Jugendlicher träumte er eigentlich davon, Schriftsteller zu werden. Dann nahm er am Casting zu "Blutgericht in Texas" teil. Er bekam die Rolle des Leatherface und schrieb Horrorfilmgeschichte. Heute schreibt er Bücher, Drehbücher - und ab und an ein Horror-Haiku für eine Leatherface-Fanwebsite.
Meeresungeheuer für zwei Personen: Der "Kiemenmensch" in dem Filmklassiker "Der Schrecken des Amazonas" des Kult-Regisseurs Jack Arnold ("Tarantula", "Gefahr aus dem Weltall") wurde in dem Film von 1954 von gleich zwei Schauspielern verkörpert...
...Ben Chapman und Ricou Browning: Wegen seiner imposanten Körpergröße von 1,98 Metern spielte der Korea-Veteran und Grundstücksverwalter Chapman das Monster an Land. In den Unterwasserszenen übernahm dann der erfahrene Taucher und Schwimmer Browning. Im Gegensatz zu Chapman blieb Browning nicht nur im Filmgeschäft, sondern auch dem feuchten Element treu - 1963 wurde er Produzent der Serie "Flipper". Später arbeitete er als Second-Unit-Director in Filmen wie "Caddyshack" (1980) oder den James-Bond-Erfolgen "Feuerball" (1965) und "Sag niemals nie" (1983).
Bild (u.) von www.bobwirt.com
Doppelrolle: Was haben der paranoide Android Marvin aus dem Film "Per Anhalter durch die Galaxis" (2005) und Wicket W. Warrick, der niedlichste Ewok der "Star Wars"-Serie gemeinsam?
...Warwick Davis: Die Karriere des Schauspielers begann im Alter von elf Jahren mit einer Radioreklame. Es wurden für "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" Schauspieler gesucht, die höchstens 1,20 Meter groß waren. Das hörte Davis' Großmutter. Sie wusste, dass ihr Enkel ein riesiger "Star Wars"-Fan war und so schickte sie ihn zum Casting. Für den Jungen wurde ein Traum wahr, als er den Ewok Wicket spielen durfte. Für seine Rolle orientierte er sich an den Bewegungen seines Hundes. Der warf, ebenso wie später im Film der kleine Ewok, immer wenn er etwas Merkwürdiges sah, nervös seinen Kopf nach links und rechts.
Aufgrund des herausragenden Talents des 1,07 Meter großen Davis folgte eine grandiose Schauspielkarriere. George Lucas schrieb ihm den Fantasy-Film "Willow" auf den Leib. Gruselfilmfans kennen ihn als den bösartigen Kobold aus der Horrorserie "Leprechaun". Derzeit spielt er in den "Harry Potter"-Filmen Professor Flitwick.
Im Außerirdischen: Viele Einstellungen in "E.T. der Außerirdische" wurden mit einem Roboter gedreht. Doch in manchen Szenen steckte ein Schauspieler in dem freundlichen Alien. Sein Name ist...
Pat Bilon alias E.T.: Seine erste Rolle spielte der nur 64 Zentimeter große Schauspieler 1981 in der Komödie "Geheimauftrag Hollywood" an der Seite von Chevy Chase und Carrie Fisher. Er hatte zwar nur eine kleine Rolle, doch der Komiker Chase soll vor Lachen fast vom Stuhl gekippt sein. Für "E.T." steckte der nur 22 Kilogramm schwere Schauspieler mitunter stundenlang in einem 20 Kilo schweren Latex-Kostüm. 1983 starb Bilon im Alter von 35 Jahren an einer Blutvergiftung. "Pat Bilon war mehr als E.T.s größter Helfer", sagte Regisseur Steven Spielberg damals, "er war ein guter Freund und wir werden ihn von ganzem Herzen vermissen."
Bild von www.findagrave.com
Dunkle Macht: Halb Mensch, halb Maschine wurde Darth Vader in den "Star Wars"-Filmen natürlich trotzdem von einem Menschen gespielt. Genau genommen von zweien. Sie hießen...
...Sebastian Shaw und David Prowse: Prowse, ein zwei Meter große Bodybuilder, Gewichtheber und Schauspieler mimte Darth Vader in den frühen drei Teilen der "Star Wars"-Reihe. Doch er hatte gleich doppelt Pech: Da seine Stimme nicht tief genug war, wurde er später von dem Darsteller James Earl Jones synchronisiert. Carrie Fisher, die in den Filmen Prinzessin Leia spielte, verriet außerdem einmal in einem Interview, dass sie den Briten am Set nur "Darth Farmer" nannten - wegen seines herben südenglischen Akzents. Als dann im letzten Teil der Reihe kurz das Gesicht von Darth Vader zu sehen ist, darf Prowse wieder nicht ran - George Lucas will für die Schlüsselszene des Films lieber einen erfahrenen Schauspieler. Die Wahl fällt auf Sebastian Shaw, ein Mitglied der Royal Shakespeare Company. Die Szene dauerte nur zwei Minuten und sieben Sekunden - doch nie zuvor und nie wieder danach erhielt Shaw so viel Fanpost wie für diese Rolle. Und der Brite hatte in seiner Karriere mehr als 60 Filme gedreht. Doch immerhin: Für einen anderen Part ist David Prowse zumindest in England ebenso berühmt wie für die des Darth Vader - er spielte den Green Cross Code Man, einen Superhelden, der Kindern erklärt, dass man bei Grün über die Straße gehen soll, in einer Kampagne der britischen Regierung. Dieses Mal durfte er seine Rolle selbst sprechen und auch sein Gesicht war zu sehen.
Hinter der Hockeymaske: Eine weitere Ikone des Horrorfilms ist Jason Vorhees. Nur selten bekommen die Zuschauer mehr zu sehen als die unheimliche Maske. Deshalb wurde Vorhees bei seinen zwölf Kinoauftritten von 1980 bis 2009 von fast ebenso vielen Schauspielern verkörpert. Doch in dem ersten "Freitag, der 13." spielte ihn...
Bild aus dem Film "Freitag, der 13. - Ein neuer Anfang" (1985)
...Ari Lehman (oben): Bis heute brüstet sich der 1980 gerade 15-Jährige mit seinem kurzen Auftritt als erster Jason Vorhees im ersten Teil der Horrorkult-Serie "Freitag, der 13.". Mit seiner Band Firstjason tritt er nicht nur in Clubs, sondern auch auf Filmfestivals und Horror-Conventions auf.
Der erste Jason mit der berühmten Hockeymaske trat allerdings erst 1982, im dritten Teil der Serie, auf. Er wurde gespielt von dem Stuntman Richard Brooker (unten). Dieser tingelte zuvor als Trapezkünstler durch die USA, als er in einer Zeitung las, dass ein 1,90 Meter großer Mann für einen Film gesucht werde. Die Rolle war zwar keine große Kunst, aber eine tolle Möglichkeit, bei Frauen zu landen, befand Brooker später. "Einmal stellte mich ein Freund in einer Bar als den Typen, der Jason gespielt hat, vor", erinnert er sich, "und sie wollte wissen, ob ich mit einem Beil im Bett schlafe."
Digitale Maske: Heute müssen Schauspieler nicht mehr in Latex-Anzüge steigen, um in die Haut von Riesenaffen ("King Kong" von 2005) oder des vom rechten Weg abgekommenen Hobbits Gollum ("Der Herr der Ringe") zu spielen. Beide Rollen übernahm...
...Andy Serkis: Der britische Schauspieler hauchte mit seinen Bewegungen und seiner Mimik den beiden Figuren King Kong und Gollum Leben ein. Letzteren spielte er gar so gut, dass er eine Debatte auslöste, ob Menschen, die per Bewegungssensoren computeranimierte Figuren lenken, für den Oscar nominiert werden können. Kritiker forderten es - doch das Academy-Award-Komitee entschied sich dagegen.
Regelmäßig taucht Serkis aber auch höchstselbst in Filmen auf. So spielte er etwa den Bösewicht Capricorn in der Kinderbuchverfilmung "Tintenherz".
Ein wahrer Alptraum: Freddy Krueger aus der "Nightmare On Elmstreet"-Serie ist einer der größten Stars des Horrorfilm-Genres. Der Schauspieler unter Hut, Ringelpullover, Messerhandschuh und Narbengesicht heißt...
...Robert Englund: Schon seit den siebziger Jahren schlug er sich mit diversen kleineren Film- und Fernsehrollen durch - doch unsterblich wurde er als Teenie-Alptraum Freddy Krueger. Von 1984 bis 2003 spielte er achtmal den Serienkiller, der Jugendliche in ihren Träumen erledigt. Noch einmal würde er aber nicht in das Kostüm schlüpfen. Er sei zu alt und zu fett geworden, meint Englund. Was viele nicht wissen: Der Schauspieler hat auch noch in einer anderen Rolle Filmgeschichte geschrieben - als Rollenvermittler. Nachdem Englund beim Casting für den Part des Luke Skywalker in "Star Wars" nicht genommen wurde, sagte er seinem Kumpel und Mitmieter, er solle es doch mal versuchen. Mark Hamill ging hin - und George Lucas war begeistert.
Robert Englund in "Wishmaster" (1997)
Ein Mann, zwei Legenden: Frankensteins Monster und die Mumie sehen nicht ohne Grund aus wie Verwandte. Beide Ikonen des Horrorfilms wurden (in "Frankenstein" von 1931 und "Die Mumie" von 1932) gespielt von...
...Boris Karloff: Der Schauspieler galt als Meister des Horrors. Kein Wunder. In seiner mehr als 50 Jahre währenden Karriere drehte er rund 200 Filme - viele davon unvergessene Gruselklassiker.
Riesenvogel auf Höhenflug: Bibo ist eine der bekanntesten Figuren der "Sesamstraße" und schon seit der Erfindung der Kindersendung 1969 dabei. Seitdem steckt - zumindest in den USA - auch derselbe Puppenspieler in dem knallgelben Federkostüm. Sein Name ist...
...Caroll Spinney: Bevor er Ende der sechziger Jahre Jim Henson kennenlernte, war der Amerikaner bei der Air Force, versuchte sich als Comic-Zeichner und wurde schließlich Puppenspieler. Henson entdeckte Spinney bei einer nicht allzu guten Show und sagte dem erfolglosen Entertainer, dass ihm gefalle, was Spinney versuche zu tun. Mittlerweile steckt der Puppenspieler bereits seit 40 Jahren in dem großen gelben Vogel Bibo und hat dafür sogar einen Stern auf dem Hollywood Boulevard bekommen. Außerdem spielt er seit ebenso langer Zeit Oscar aus der Mülltonne.
John Merricks Gesicht: Er beschwerte sich, dass man unter dieser Maske gar nicht schauspielern könne. Und doch brachte die Rolle der historischen Figur des Elefantenmenschen Merrick in David Lynchs Film von 1980 diesem Schauspieler eine Oscar-Nominierung ein. Sein Name ist...
...John Hurt: Er spielte in einigen Filmklassikern mit. Darunter "1984", "Dead Man" oder "V wie Vendetta". Doch die Dreharbeiten zu "Der Elefantenmensch" waren wohl seine härtesten. Die Maske war nach originalen Abgüssen der historischen Figur John Merrick angefertigt worden. Es dauerte jeden Tag fünf Stunden, um die Maske anzulegen und weitere zwei Stunden, um sie wieder von Hurts Gesicht zu entfernen. So schleppte sich Hurt jeden Morgen um 4 Uhr zum Set und wurde fünf Stunden lang hergerichtet. Während kurzer Pausen, nahm er sein Frühstück durch einen Strohhalm zu sich - meist Orangensaft mit rohen Eiern. Denn war die Verwandlung zu John Merrick beendet, konnte er den ganzen Tag nichts mehr essen.
Ninja-Schildkröten: 1990 sorgten diese vier wehrhaften Kanalisationsbewohner in dem Film "Turtles" für Aufregung in Kinderzimmern. Unter den Plastikpanzern der vier Teenage Mutant Ninja Turtles Leonardo, Donatello, Raphael und Michelangelo steckten...
...David Forman, Leif Tilden (links), Josh Pais und Michelan Sisti (rechts): Die spannendste Biografie der vier Schildkröten-Schauspieler hat wohl Tilden. Ihm gelang nach "Turtles" (1990) eine Art Durchbruch als Gorilla-Darsteller. Der Amerikaner spielte die Primaten in "George - Der aus dem Jungle kam", "Ace Ventura - Jetzt wird's wild" und "Buddy - Mein haariger Freund". Außerdem war er Co-Regisseur bei dem US-Dogma-Film "Reunion" (2001) und trat als Zeuge im Prozess gegen O.J. Simpson auf.
Bild von crispmartialarts.com
Fremder Freund: In dem intergalaktischen Kammerspiel "Enemy Mine" von 1985 spielte Dennis Quaid den Raumjägerpiloten Willis Davidge, der nach einer Sternenschlacht mit seinem Schiff auf einem verlassenen Planeten strandet - zusammen mit dem Drac Jeriba "Jerry" Shigan, einem Kämpfer der verfeindeten Rasse. Dieser wird gespielt von...
...Louis Gossett Jr.: Der Schauspieler ist bekannt für seinen Part in "Ein Offizier und Gentleman", für den er 1982 einen Oscar für die beste Nebenrolle erhielt. Heute kennen ihn vor allem Fernsehzuschauer als Jaffa Gerak in der Serie "Stargate - Kommando SG-1". Dass er den liebenswerten Außerirdischen in "Enemy Mine" spielte, daran erinnern sich die wenigsten.