Kinogeschichte - DER SPIEGEL
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Kinogeschichte Der beste Film, der nie gedreht wurde

Um das Leben Napoleons zu verfilmen, häufte Star-Regisseur Stanley Kubrick die größte private Bonaparte-Sammlung der Welt an - einschließlich Wetterdaten. Am Ende erlebte Kubrick sein Waterloo, die Produktion platzte und wurde zum Mythos. Jetzt lüftet ein Buch das Geheimnis um "Napoleon".
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Kostümprobe in Stanley Kubricks Garten: Beim Dreh der gigantischen Schlachten mussten Zehntausende Statisten mit französischen Infanteristenuniformen (links) ausgestattet werden. Um Kosten zu sparen, ließ Kubrick diese aus Papier herstellen.

Foto: Taschen Verlag
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Irrwitziger Schrein: 1967 hatte der Regisseur Geschichtsstudenten der Oxford Universität engagiert, dieses einzigartige Archiv anzulegen. Sortiert nach Datum und Personen finden sich in diesem Karteikasten Informationen zu Napoleons wichtigsten Feinden, Freunden und Geliebten. Mit der Schreibmaschine wurde auf jeder Karte festgehalten, wo sich eine Person an einem bestimmten Tag aufgehalten und was sie dort gemacht hatte. Zusätzlich ließ Kubrick für jedes Datum die Wetterverhältnisse ermitteln.

Foto: Taschen Verlag
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Ein weites Feld: Eine Aufnahme vom Umland des Städtchens Waterloo in Belgien - hier fand die verheerende Niederlage der napoleonischen Armee gegen die britisch-niederländisch-deutschen Truppen unter General Wellington statt.

Foto: Taschen Verlag
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Das Projekt danach: Als Kubrick merkte, dass "Napoleon" zum Scheitern verurteilt war, wandte er sich zunächst anderen Projekten zu. 1971 drehte er "Uhrwerk Orange". Darauf folgte...

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...1975 sein Film "Barry Lyndon": In diesem...

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...nutzte er viele seiner Recherchen für "Napoleon": Zum Beispiel setzte er hier die Idee um, die er schon für sein Bonaparte-Projekt gefasst hatte - das Drehen bei Kerzenlicht ohne künstliche Beleuchtung.

Foto: REUTERS
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Fragen über Fragen: Auszug aus der Korrespondenz zwischen Stanley Kubrick und dem Historiker und Napoleon-Experten Felix Markham. Die Briefe zeigen, wie tief der Regisseur in der Materie steckte.

Foto: Taschen Verlag
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Im "schlechten Haus": Das Schlafzimmer Joséphines im Schloss Malmaison, dem Wohnsitz von Napoleon und seiner untreuen Kaiserin.

Foto: Taschen Verlag
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Letzter Versuch: Auf diesem Papier hielt Stanley Kubrick Anfang der siebziger Jahre die Bedingungen fest, unter denen sein Traumprojekt "Napoleon" möglicherweise doch noch realisiert werden sollte. Unter anderem ein neues Drehbuch, keine Stars und Dreharbeiten mit einem kleinen Team - "documentary..cheap".

Foto: Taschen Verlag
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Der größte Film, der nie gemacht wurde: Unter dem Titel "Stanley Kubrick's Napoleon: The Greatest Movie Never Made" hat Taschen  Kubricks Filmprojekt ein Denkmal gesetzt. Der kolossalen Produktion, stellte der Verlag eine kolossale Buchveröffentlichung zur Seite. In dem gewaltigen Band verstecken sich...

Foto: Taschen Verlag
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...zehn weitere Bücher und Hefte: Sie enthalten unter anderem Produktionsnotizen, Bilder von Kostümen und möglichen Drehorten, Briefwechsel, persönliche Aufzeichnungen, ein Buch mit begleitenden Texten und das Drehbuch.

Foto: Taschen Verlag
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Archiv-Zugang: Für "Napoleon" scheuchte er einen Trupp von Mitarbeitern durch Archive, Bibliotheken, Privatsammlungen und Museen in ganz Europa, um Gemälde, Stiche und Zeichnungen aus der Zeit abzufotografieren. So entstand eine Bildsammlung von mehr als 17.000 Fotos. Durch eine Key Card, die dem Band "Stanley Kubrick's Napoleon - The Greatest Movie Never Made" beiliegt, macht der Taschen Verlag dieses Archiv nun online einsehbar.

Foto: Taschen Verlag/kruberg
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Historische Kostüme: Auszug aus einem der vielen Bücher, die Kubrick und sein Team konsultierten, um die größtmögliche historische Genauigkeit zu erreichen.

Foto: taschen verlag/kruberg
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Napoleon I.: Ein Gemälde aus dem 19. Jahrhundert zeigt den französischen Kaiser Napoleon I. hoch zu Ross.

Foto: DPA
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Persönliche Notizen: Blätter aus den privaten Aufzeichnungen von Stanley Kubrick.

Foto: Taschen Verlag/kruberg
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?