Kirche im Krieg Gottes Hausbau
Fresko aus der Nachkriegszeit: Die Fresken aus der unmittelbaren Nachkriegszeit zeigen die 12 Apostel sowie zwei weitere Heilige. Die beteiligten Künstler wurden von den Bauern des Dorfes mit Lebensmitteln versorgt - ein unschätzbarer Vorteil in einer Zeit, in der viele Deutsche hungerten.
Christusstatue aus dem Jahr 1945: Der Chor mit der überlebensgroßen Christusstatue aus dem Jahr 1945 gilt als Glanzpunkt der Wellendinger Kirche. Ein örtlicher Bauer transportierte die Skulptur mit seinem Traktor aus dem 80 Kilometer entfernten Rottenburg nach Wellendingen. Von den widrigen Umständen - Deutschland lag zu diesem Zeitpunkt in Trümmern - ließen sich die Wellendinger Katholiken nicht abhalten.
Die alte Wellendinger Kirche: 1937 wurde die Wellendinger Kirche teilweise abgerissen und durch ein neues Gebäude ersetzt. Damals ahnte noch niemand, dass die schwerste Zeit des Jahrhunderts bevorstand. Erstaunlicherweise setzten die Wellendinger ihre Baumaßnahmen während des Krieges und in der entbehrungsreichen Nachkriegszeit fort.
Risse in der alten Kirche: Die alte Kirche war für die Wellendinger Gemeinde nicht nur zu klein, sondern wies auch Risse in den Mauern auf. Der Pfarrer verordnete daher einen Neubau. Er konnte dabei auf die Spendenbereitschaft der Bevölkerung bauen.
Kirchenbau aus dem Jahr 1937: Von der alten Kirche blieb der Turm und ein Stück des Hauptschiffes (links daneben) erhalten. Rechts neben dem Kirchturm ist das neue Gebäude aus dem Jahr 1937 zu sehen. Der Bau der Kirche mitten in der Zeit des Nationalsozialismus geriet zu einem Abenteuer.
Kirche von innen: Dieses Bild entstand, nachdem das Gebäude fertig gestellt war. Der Innenausbau nahm noch einige Jahre in Anspruch. An die Stelle des Kreuzes in der Bildmitte trat 1945 eine Christusstatue.
Weinende Gottesmutter: Im Kriegsjahr 1940 stiftete eine anonyme Person diese Skulptur. Wie viele andere Kunstgegenstände in der Wellendinger Kirche passte auch diese weinende Gottesmutter gut in die schwere Zeit.
Fenster aus dem Jahr 1948: Auch das Engelschorfenster entstand in einer Zeit, als anderswo in Deutschland kaum jemand etwas mit Kunst im Sinn hatte. 1948 wurde es eingesetzt.