Klimatext aus NYC - DER SPIEGEL
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Flutschutz in New York Ein Domino gegen die Wassermassen

Lorbeersträucher als Flutpuffer, Notstromaggregate im Obergeschoss: In New York lebt eine halbe Million Menschen im Überschwemmungsgebiet. Viele von ihnen bereiten sich auf die Folgen des Klimawandels vor.
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Hier geht Brooklyn zuerst unter: Nach dem Hurrikan "Sandy" stand das Viertel Red Hook noch tagelang unter Wasser. Im Hintergrund die Skyline von Manhattan.

Foto: Darren Anthony
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Die Landzunge Red Hook, einst Amerikas geschäftigstes Hafenviertel, ist bis heute vom Rest Brooklyns isoliert - und extrem flutgefährdet.

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Das Viertel liegt zwischen dem Wasser und der Autobahn, die es vom Rest Brooklyns abschneidet. Für viele Investoren macht es das uninteressant, und im Fokus der Stadtverwaltung liegt der eher ärmere Stadtteil sowieso nicht.

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Die Folge: Viele Uferzonen in Red Hook sind verwahrlost und den Elementen überlassen.

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Die alten Industriebauten in Red Hook sind heute Wohnungen und Künstlerateliers - und werden bei Hochwasser sofort überschwemmt.

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Wenn Staat und Gemeinde nicht helfen, müssen es die Bewohner selbst richten: Roland Lewis ist der Präsident der Waterfront Alliance, einer Koalition aus Mietern, Geschäftsleuten und Architekten, die sich um New Yorks Uferzonen kümmert.

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Sie will Gebiete wie Red Hook so vorbereiten, dass die nächste Sturmflut nicht zu so einer tödlichen Katastrophe führt wie der Hurrikan "Sandy" im Jahr 2012.

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Am Ufer von Red Hook ist die Gewalt des Hurrikans "Sandy" auch sechs Jahre später noch zu erahnen.

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Trotz der Schrecken von "Sandy" ist vergleichsweise wenig passiert in den Folgejahren. Das Ufer von Red Hook ist nur provisorisch mit Felsen vor der nächsten Flut geschützt.

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"Bist du auf die nächste Sandy vorbereitet?" Ein Schild in Red Hook warnt vor der Hurrikangefahr.

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Hier hat die Stadtverwaltung provisorische Flutsperren errichtet: lange Rohre aus Maschendraht, mit Sand gefüllt und von Künstlern bemalt.

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Auch ein Neubauprojekt wird eine Funktion für den Flutschutz haben: Domino Park. So soll das Areal aussehen, wenn es fertig ist.

Foto: SHoP Architects
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Domino Park entsteht im Schatten der früheren Domino Sugar Factory, der einst weltgrößten Zuckerfabrik.

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Die Ruine der Domino Sugar Factory von der Terrasse des neuen Domino-Bauprojekts gesehen. Hier sollen unter anderem Lofts entstehen.

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Die wichtigsten Anlagen des Gebäudekomplexes befinden sich in sicherer Höhe über dem Wasser - auch das Sportstudio.

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Trotz steigender Flutgefahr entstehen immer mehr Neubauten am East River, hier direkt neben der historischen Williamsburg Bridge.

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Alt und neu: Moderne Architektur und Industrierelikte prägen den neuen Domino Park in Brooklyn.

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Die Domino Sugar Factory wurde 2004 stillgelegt und der Großteil der Ziegelhallen abgerissen. Auf dem Areal entsteht hier New Yorks erster klimaresistenter Park.

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Die American Copper Buildings, ein schiefes Hochhausduo, gelten als die ersten Skyscraper, die auf künftige Sturmfluten ausgerichtet sind.

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Blick vom Westturm der American Copper Buildings auf die Fähranlegestelle am East River: So nah ist das Wasser.

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Ein Modell der American Copper Buildings.

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Eine Skybridge in 90 Metern Höhe verbindet beide Türme und birgt die unsichtbaren Pulsadern des Komplexes: Rohre, Kabel, Stromverbindungen.

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Die Copper Buildings stehen direkt am East River, weshalb ihre wichtigsten Anlagen - darunter Leitungen und Notstromaggregate - in den oberen Etagen sitzen.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?