Klimawandel Mit den Temperaturen steigt der Bierpreis
Bier, wie es der Teutone schätzt: Der sprichwörtliche Gerstensaft gilt hierzulande als Kulturgut - und manchen als legale Droge, während andere ein "Grundnahrungsmittel" darin sehen.
Hopfen sorgt für die Würze im Bier: Dieses Hanfgewächs wächst allerdings nur in einem relativ schmalen, klimatischen Korridor der nördlichen Breiten. Deutschland ist weltweit zweitgrößter Produzent - ob das auch im Klimawandel so bleibt, ist fraglich.
Neben Wasser und Hopfen kommt in Deutschland meist nur das Malz der Gerste in den Brauerkessel - Ausnahmen bilden hierzulande nur Weizen- und einige wenige Roggenbiere, die als Spezialitäten vermarktet werden.
Miteinander vergoren gewinnt der geschickte Brauer - hier Braumeister Holger Wunsch - aus nur vier standadisierten Zutaten ein Produkt mit erheblicher Variantenbreite. Frisch abgefüllt...
...lassen sich damit zum Beispiel Oktoberfestbesucher befüllen, die die alkoholische Selbstvergiftung bis zu einer gewissen Grenze als Genuss empfinden. Überschreitet man die, wird die Sache deutlich ungesund.
Gerstenmais-Maische: Auch die Whisky-Produktion beginnt mit dem Ansetzen eines Malz-Hefe-Wasser-Gemisches, das durch Gärprozesse zu einer Art - allerdings nicht gerade wohlschmeckendem - Bier wird.
Wie der Whisky am Ende schmeckt, hängt von zahlreichen Faktoren ab: Vom Brennprozess und der dafür verwendeten Hardware, vom Rauchgehalt des vergorenen Malzes, vom Wasser, von der Länge der Lagerung, vor allem aber von den verwendeten Fässern.
Whisky "leiht" sich Farbe, Geschmack und Duft aus den Tanninen und anderen Inhaltstoffen der Eiche sowie den Spuren der vorher im Fass gelagerten Getränke - Sherry, Port, Bourbon, Rum, Cognac, Madeira- und andere Weinfässer sind üblich. Je nachdem steht dann am Ende eine Flüssigkeit im Glas, die ein Farbspektrum von Honig bis Balsamico-Essig abdeckt und geschmacklich von fruchtig-süß bis medizinisch-rauchig reicht.
Lässt man das Destillat lang genug im Fass reifen und lagert die Flasche danach ein Weilchen ein, kann daraus eine Kapitalanlage werden. Guter Whisky ist nicht billig, und seltener gehört zu den teuersten Flüssigkeiten überhaupt. Diese Flasche Macallan von 1926 kam im Oktober 2018 für satte 947.000 Euro unter den Hammer.
Künftig, behauptet eine aktuelle Nature-Studie, könnten alle Biere und Whiskys deutlich teurer werden. Grund dafür ist das, was wir im Sommer 2018 auf Deutschlands Feldern bestaunen konnten: Hitzewellen, die Dürreperioden und Ernteausfälle verursachen.