Jürgen Klinsmann Herausforderung Hauptstadt
"Es war ein schöner Moment, hier zurück zu sein, diesen Moment zu erleben, den Startschuss zu haben", sagte der gebürtige Schwabe Jürgen Klinsmann, der vor Anpfiff der Partie gegen den BVB zum Smartphone griff und die Atmosphäre filmte. Dass die Hülle seines Smartphone das Logo eines Sportartikelherstellers zeigte, der nicht der offizielle Hertha-Ausrüster ist, thematisierten Klinsmann und der Verein allerdings nicht.
Hertha war der frische Wind in der Partie gegen den BVB zunächst anzumerken, doch nach einer Viertelstunde folgte der Doppelschlag. Erst vollendete Jaden Sancho (l.), dann war Thorgan Hazard vor Karim Rekik zur Stelle und erhöhte auf 2:0.
Hertha verkürzte durch Vladimir Darida (34. Minute). Nach der Halbzeit traf auch noch Davie Selke (48.) - doch der Hertha-Angreifer stand im Abseits, das Tor wurde nachträglich aberkannt.
Trotz Überzahl fehlten Hertha Genauigkeit, letzte Konsequenz und das Glück für den Ausgleich. Nach der fünften Niederlage in Folge rutschten die Berliner auf Platz 16 ab.
Der 55 Jahre alte Klinsmann weiß aber, welche Herausforderung er in der deutschen Hauptstadt angenommen hat. "Auf uns kommen sehr arbeitsreiche Wochen zu. Wir wollen bis Weihnachten noch so viele Punkte wie möglich holen. Es geht nur ein Schritt nach dem anderen."
Der in der Kritik stehende BVB-Trainer Lucien Favre wiederum hatte Grund zur Freunde und verschaffte sich mit dem Sieg in Unterzahl etwas Luft.