Kloster-Management: Ordensfrau zwischen Ora und Labora - DER SPIEGEL
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Kloster-Management Neue Schuhe? Schwester Lioba entscheidet

Businessplan und Beten, Geschäftsführung und Gottesdienst: Als Cellerarin ist Schwester Lioba Zahn so etwas wie die Geschäftsführerin ihres Klosters. Den Wirtschaftsteil liest sie genauso wie das Evangelium.
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Das Benediktinerinnenkloster Mariendonk in Grefrath am Niederrhein: Im Leben der Schwestern spielen sowohl Aktien als auch Abendmahl  eine wichtige Rolle. Für die wirtschaftliche Belange des Klosters...

Foto: Abtei Mariendonk
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...ist die sogenannte Cellerarin zuständig. Im Kloster Mariendonk ist das Schwester Lioba Zahn, in weltlichen Unternehmen würde siw wohl als Geschäftsführerin bezeichnet werden. Über kleinere Ausgaben entscheidet sie selbst,...

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...bei größeren Anschaffungen spricht sich die Cellerarin mit der Äbtissin des Klosters ab, Schwester Christiana Reemts. Die formuliert ihre Leitlinie klar: "Ich bin dafür verantwortlich, dass wir immer und zuerst nach dem Willen Gottes fragen und ihm gehorchen. Alles andere ist zweitrangig."

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Das Benediktinerinnen-Kloster ist von der katholischen Kirche finanziell unabhängig. Die Schwestern müssen deshalb ihren Unterhalt selbst verdienen.

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In Mariendonk tun sie das unter anderem mit landwirtschaftlichen Produkten, die auf den Feldern rund um das Kloster angebaut werden.

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Die Schwestern kümmern sich um die Bearbeitung der Felder. Wirtschaftlich sind sie aber auch in anderen Bereichen aktiv,...

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...unter anderem in der Herstellung von Paramenten (in der Kirche verwendeten Textilien), Kunstpostkarten, Kerzen und theologischen Publikationen.

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Im Mittelpunkt steht für die Schwestern aber die Hinwendung zu Gott. Das Grundgerüst des täglichen Klosterlebens bilden die festgelegten Zeiten für Chorgebete und Gottesdienste und die Ruhezeiten.

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"Wenn ich vor meinem Schöpfer stehe, wird er mich nicht danach fragen, ob ich die richtigen Aktien gekauft habe", sagt Schwester Lioba Zahn. Ihr Bildschirmschoner erinnert sie täglich daran: "Am Ende Deines Lebens wirst Du nach der Liebe gefragt."

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?