Kobe Bryant Eine Karriere der Superlative
Er darf nochmal im All-Star-Game ran: Kobe Bryant wurde von den Fans für den prestigeträchtigen Show-Kampf nominiert.
1996, im Alter von 18 Jahren, wurde Kobe Bryant direkt von der Highschool in die NBA gedraftet.
An der Lower Merion Highschool hatte er mehrere Rekorde gebrochen und war in seinem letzten Jahr von der Zeitung "USA Today" zum Highschool-Spieler des Jahres gewählt worden.
Die Charlotte Hornets wählten Bryant im Draft aus und reichten ihn sofort im Tausch gegen Vlade Divac nach Los Angeles weiter.
Bei den Lakers kam er zunächst von der Bank, steigerte sich aber bereits in seiner zweiten Profisaison deutlich. Er verbesserte seinen Punkteschnitt von 7,6 auf 15,4.
Seine egozentrische, kompromisslose Art machte Bryant zu einem der erfolgreichsten, aber auch umstrittensten Spieler der NBA.
Bryant gilt als extrem trainingsfleißig. Selbst nachts ließ er sich bei Auswärtsreisen noch in die Halle bringen und arbeitete an seinem Spiel.
Zwischen 2000 und 2002 holte Bryant mit den Los Angeles Lakers drei NBA-Titel in Folge - zusammen mit Center-Superstar Shaquille O'Neal (r.). Die beiden spielten zwischen 1996 und 2004 zusammen für Los Angeles, doch selten war das Verhältnis der Teamkollegen so entspannt wie auf diesem Bild.
Zwei weitere Meisterschaften gewann Bryant (hier mit Derek Fisher) in den Jahren 2009 und 2010.
Beide Male wurde Bryant als wertvollster Spieler der Finalserie ausgezeichnet.
Duell der Altmeister: Anders als Bryant plant Dirk Nowitzki, noch ein weiteres Jahr zu spielen.
Immer wieder wurde Bryant in seiner Karriere von Verletzungen zurückgeworfen. Nach einem Riss der Rotatorenmanschette in der rechten Schulter war die vergangene Saison bereits im Januar beendet - und das zum dritten Mal in Folge. 2013 hatte er sich die Achillessehne gerissen, 2014 brach er sich den Schienbeinkopf im linken Knie.
Zu den Meisterschaftskandidaten zählen seine Lakers seit Jahren nicht mehr. Statt dessen mischen Teams wie die Golden State Warriors und ihr Point Guard Stephen Curry die Liga auf.
Der Respekt für Bryant ist in der Liga dennoch unverändert groß. Er zählt zu den besten zehn Akteuren, die je in der NBA gespielt haben.