Köln Der Einsturz des Stadtarchivs
Am 3. März 2009 stürzte das Kölner Stadtarchiv ein. Zwei Menschen kamen dabei ums Leben, nun hat der Prozess begonnen.
Die Rettungskräfte suchten mit Spürhunden nach Verschütteten. Für zwei junge Anwohner kam jede Hilfe zu spät.
In den Trümmern starb der 17 Jahre alte Bäckerlehrling Kevin. Im Prozess ist sein jüngerer Halbbruder als Nebenkläger vertreten.
So sah das Stadtarchiv aus, als es noch stand (undatierte Aufnahme).
Die beleuchtete Einsturzstelle im März 2009. Nach Angaben der Stadt beläuft sich der Sachschaden auf 1,2 Milliarden Euro.
Beim Einsturz wurden unzählige Dokumente zerstört. Die Restaurierung der geretteten Papiere wird noch mindestens 30 Jahre in Anspruch nehmen.
Ein Mitarbeiter digitalisiert im provisorischen Stadtarchiv in Köln ein Buch.
Die Leiterin des Stadtarchivs, Bettina Schmidt-Czaia.
Die Einsturzstelle des Stadtarchivs, aufgenommen am 12. Januar 2018.
Ursprünglich sollten sich sieben Menschen vor Gericht verantworten. Ein Beschuldigter starb vor dem Prozessauftakt, zwei weitere wurden im Prozessverlauf für verhandlungsunfähig erklärt. Alle waren damals am Bau der U-Bahn-Strecke beteiligt. Im März 2018 ist ein weiterer Mann angeklagt worden.