Kögida und die Gegendemo "Pegida? Läuft in Köln nicht"
Deutschlandfahnen in Köln: 150 "Kölner gegen die Islamisierung des Abendlandes" haben sich am Mittwochabend versammelt.
Angemeldet war die Demo als Trauerkundgebung für "Charlie Hebdo": Unter dem Mantel der Solidarität mit den Opfern des Anschlags auf die französische Satirezeitung hatten sich auch Hogesa-Demonstranten unter die Protestierenden gemischt. Hogesa steht für "Hooligans gegen Salafisten". Bei deren Aufmarsch im November war es zu Krawallen und Ausschreitungen gekommen.
Marsch durch die Straßen von Köln: Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte die Entscheidung des Kölner Verwaltungsgerichts vom Dienstag kurz vorher aufgehoben, wonach die Islamgegner nur auf dem Kölner Bahnhofsvorplatz hätten demonstrieren dürfen.
"Pegida - Eure Angst nervt!": Viel größer fiel laut Angaben der Polizei die Gegendemonstration aus. 6500 Kölner versammelten sich in der Innenstadt.
"Köln stellt sich quer": Autor Navid Kermani forderte Muslime dazu auf, sich mit ihrer Religion friedlich auseinanderzusetzen: "Die Terroristen wollen einen Keil zwischen uns treiben."
"Menschenhass ist keine Meinung! Wir sind Charlie! Für Freiheit und Vielfalt!": Eine Woche nach dem grausamen Attentat in der Redaktion der französischen Satirezeitung in Paris bekundeten die Kölner ihre Solidarität mit den Opfern.