Körperscanner Smarter Spanner
Aufnahmen der neuen Terahertz-Kamera: Forscher am Institut für Photonische Technologien in Jena (IPHT) setzen auf ein passives System. Es weist nur die Strahlen nach, die ohnehin von den Untersuchungsobjekten abgegeben werden. Strahlenbelastung gibt es damit keine, außerdem bleiben Körperdetails unsichtbar.
Forscher Torsten May mit Terahertz-Kamera: In der Diskussion um mögliche Verletzungen der Privatsphäre durch Körperscanner kann der Durchblick mit Diskretion zum Killerargument werden - zumindest dann, wenn die Geräte versteckte Waffen und Gefahrstoffe tatsächlich nachweisen können.
Bild eines klassischen Körperscanners: Nach einem Bericht des "Handelsblatts" liegt das Marktvolumen für sicherheitstechnische Ausrüstungen und Produkte allein in Europa bei neun Milliarden Euro. In den kommenden Jahren...
...könnten weltweit demnach rund 50.000 neue Scanner geordert werden.
Aufnahme eines Körperscanner der US-Firma L-3, entstanden im April 2008: Bilder wie dieses sorgten dafür, dass die Durchleuchtungsgeräte als "Nacktscanner" bezeichnet wurden.
Stilisiert: Mittlerweile scheint das Problem abgemildert. Hier ist eine Aufnahme aus dem gleichen Gerät wie zuvor zu sehen - diesmal wurde das Bild aber vor der Ausgabe bearbeitet. Körperdetails sind nur noch für den Computer sichtbar. "Die besten Daten sind die, die gar nicht anfallen", kontert der Jenaer Forscher Meyer.
Instruktionen für die richtige Haltung: In Amsterdam werden derzeit 16 Nacktscanner getestet. An deutschen Flughäfen gibt es hingegen noch keine. Die Geräte werden an der Akademie der Bundespolizei in Lübeck getestet.
Scan in Amsterdam (im Dezember 2009): Deutschlands Innenminister Thomas de Maizière will erst Mitte des Jahres darüber entscheiden, ob es an deutschen Flughäfen Nacktscanner geben wird.
Testaufnahme mit Röntgen-Strahlen: Das Bild des Scanners enthüllt, dass die Frau im Bild eine Bombe und eine Pistole unter der Kleidung trägt.
Bild aus dem Scanner "Secure 1000" der US-Firma Rapiscan: Das Unternehmen hat zuletzt Jahr 150 Scanner in den USA verkauft. Für dieses Jahr sind bereits 300 weitere bestellt.
Terahertzstrahlung: Die elektromagnetische Strahlung im Grenzbereich zwischen Infrarotlicht und Mikrowellenstrahlung macht manches interessante Detail sichtbar.
Der Ganzkörper-Scanner ersetzt das Abtasten: Das Gerät kostet je nach Ausstattung bis zu 200.000 Dollar. In diesem Preisbereich wollen auch die Jenaer Forscher mit ihrer Neuentwicklung liegen.