Kohle aus Kolumbien: Schwarzes Gold, schwarzer Tod - DER SPIEGEL
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Kohle aus Kolumbien Schwarzes Gold, schwarzer Tod

In der Steinkohlemine des Betreibers Cerrejón wird für die deutsche Energiewende gefördert. Laut Kritikern unter fragwürdigen Umständen.
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Dass der Kohleabbau Menschenleben fordert, wissen die Menschen in Kolumbien. Das Graffiti in der Hauptstadt von Bogota erzählt vom Raubbau an Mensch und Umwelt.

Foto: Till Mayer
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Eine gigantische Fläche von 69.000 Hektar ausgebeuteter Erde, das ist die Steinkohletagebaumine von Betreiber Cerrejón.

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Andere mussten ihn bezahlen, verloren Familienmitglieder und Freunde.

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Witwe Aixta Julia Marques macht die Folgen des Kohleabbaus für den Tod ihres Mannes verantwortlich.

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Auf ihrem Smartphone hat die Witwe die letzten Stunden von Alois Rodolfo Amaya Mejia festgehalten.

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Geblieben sind Aixta Julia Marques die Erinnerungen, das Bild zeigt das Paar zusammen an Karneval.

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Luz Ãngela Uriana wagt, was sich sonst keiner in ihrem Dorf am Grubenrand traut. Sie klagt im vergangenen Jahr gegen die Carbones de Cerrejón Limited. Ihr Sohn Moisés (r.) leidet an einer schweren Atemwegserkrankung.

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Gerne schiebt Moisés seine größeren Schwestern auf dem klapprigen Rad. So lange bis ihn der Husten wieder schüttelt.

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Für Mutter Luz Ãngela Uriana ist klar: An der Atemwegserkrankung ihres Sohnes ist die Mine schuld und der Staub, der sich auf alles niederlegt. Wo die Kinder spielen, ragen die Halden der Mine auf.

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Minenbetreiber Cerrejón sieht sein Unternehmen als verantwortungsbewusst, bekennt sich zu Umwelt- und Arbeitsschutzstandards und Menschenrechten. Für Kritiker sind das Lippenbekenntnisse.

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Die gewerkschaftlich organisierten Minenarbeiter sind auf den Kohleabbau angewiesen. "Aber nicht um jeden Preis", machen sie klar.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?