Kolumbien Fatale Fluten
Mindestens 150 Tote, Hunderte Verletzte: Im kolumbianischen Ort Mocoa traten in der Nacht nach heftigem Regen drei Flüsse über die Ufer - und hinterließen Chaos und Zerstörung.
Militär, Polizei und Rettungskräfte suchen noch nach Hunderten Vermissten. Doch Mocoa ist unter Schlamm und Schutt vergraben.
Luftbilder lassen das Ausmaß der Zerstörung erahnen: Am Samstag war Mocoa von Strom und Leitungswasser abgeschnitten.
Rettungskräfte unterstützen die Einwohner von Mocoa, von denen nun viele ohne Obdach sind.
Die reißenden Fluten haben teilweise ganze Stadtviertel zerstört. Es kam zu schweren Erdrutschen - diese Landstraße wurde unterspült und von den Wassermassen eingerissen.
Soldaten bergen Opfer, versuchen, das Chaos unter Kontrolle zu bringen. Präsident Juan Manuel Santos sagte seine Kuba-Reise ab, um in die Katastrophenregion zu fahren.
Rund 2500 Helfer sind im Einsatz. Der Katastrophenzustand wurde verhängt, um die Hilfsmaßnahmen zu beschleunigen.
Eine Tragödie von unvorstellbarem Ausmaß: Ganze Wohnviertel sind Behörden zufolge im Katastrophengebiet Mocoa verschwunden.
Viele Menschen harrten wegen der steigenden Wassermassen auf Dächern aus, um gerettet zu werden. Erst langsam fielen die Pegel wieder und gaben das Ausmaß der Zerstörung in Mocoa frei.
Das von der kolumbianischen Armee veröffentlichte Foto zeigt Soldaten, die einen Verletzten aus dem rutschigen Schlamm bergen.