Komet Tschuri Wo ist "Philae"?
Mini-"Philae" auf Kometenmodell (im Pressebereich des Esa-Satellitenkontrollzentrums, November 2014): Irgendwo am Rand eines Kraters namens Hatmehit auf dem Kopf des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko, dicht am Äquator, liegt der Landeroboter. Wo genau wissen die Forscher noch immer nicht. Nun hat die Esa entschieden, dass...
...der Orbiter "Rosetta" sich vor allem um Wissenschaft kümmern soll - und nicht so sehr um Kontaktversuche mit "Philae".
Rekonstruktion der Landung: Am 12. November setzte "Philae" kurz auf, um dann noch zwei Stunden weiterzuschweben. Die blauen und die grünen Linien zeigen die auf Basis verschiedener Instrumente berechneten Flugbahnen.
Ursprünglich geplanter Landeplatz: An dieser Stelle hätte "Philae" so viel Sonnenlicht abbekommen, dass der Lander wohl längst wegen Überhitzung ausgefallen wäre.
Ablauf der Landung: Mit "First TD" ist der erste Touchdown bezeichnet. 46 Minuten später kollidierte "Philae" mit einem Kraterrand. Weitere 64 Minuten danach kam es zum zweiten Aufsetzen (Second TD) und schließlich um 17.31 Uhr zur endgültigen Landung (Final TD).
Sektor des mutmaßlichen Standorts von "Philae": Wegen der geringeren Sonneneinstrahlung wird der Lander wohl nicht überhitzen, auch wenn der Komet der Sonne immer näher kommt. Der Apparat könnte noch bis zum September oder Oktober arbeiten, hoffen DLR-Forscher.
Weg von "Philae" über den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko: Beim Vergleich von Fotos, die vor und nach der Landung entstanden sind, haben die Wissenschaftler mehrere mögliche Landeplätze identifiziert. Dieses Bild zeigt den Standort mit der höchsten Wahrscheinlichkeit. Gut zu erkennen sind auch die Abdrücke der Beine, die beim ersten Aufsetzen von "Philae" zwischen 15.18 und 15.43 Uhr entstanden sind.
Schema des Landeapparats: "Philae" steht auf drei Beinen und hat diverse Instrumente an Bord. Die Energie liefern Solarzellen.
Vermutete Lage des Landers: Der Funkkontakt wird wohl durch große Brocken in der Nähe von "Philae" erschwert.
Landeapparat (Zeichnung): Der ungewollt schattige Landeplatz, der im November 2014 noch für das Aus der Experimente nach 56 Stunden gesorgt hatte, könnte sich im Nachhinein als Segen erweisen.