Kongo Protestmarsch der Frauen
Protestmarsch in Bukavu: Rund 20.000 Frauen forderten ein Ende der Massenvergewaltigungen in dem Land.
Prominente Unterstützung: Die Frau des kongolesischen Präsidenten, Olive Lembe Kabila, im Gespräch mit den Frauen
"Stoppt die Vergewaltigungen": Zu der Demonstration kamen Frauen aus 200 Ländern.
Den Angaben der Vereinten Nationen zufolge wurden seit August im Osten des Kongo insgesamt rund 500 Frauen und Mädchen vergewaltigt. Unter den Opfern waren demnach auch etliche Kinder, die nicht einmal sieben Jahre alt waren. Auch das Zuhause dieser 16-Jährigen in Luvungi wurde angegriffen.
Die Soldaten der Uno-Friedensmission im Kongo tragen nach eigenen Angaben eine Mitverantwortung für die massenhaften Vergewaltigungen im Osten des Landes. Dieser indische Soldat hat in dem Dorf Luvungi, das vier Tage lang von Milizen besetzt war, Stellung bezogen. Die Uno will künftig mehr Patrouillen in die Region entsenden und die Kommunikation verbessern.
Die Bewohner des Dorfs Luvungi waren vom 30. Juli an mehrere Tage lang in der Gewalt von Milizen, die sich an mehr als 300 Frauen und Mädchen vergingen. Die Blauhelmsoldaten griffen nicht ein - aus Angst vor Racheakten hatten die Bewohner sich nicht getraut, um Hilfe zu bitten.
Der Dorfvorsteher von Luvungi, Livingstone Bubusa, berichtet von den traumatischen Erlebnissen. Für die Vergewaltigungen macht er Milizen der "Demokratischen Kräfte zur Befreiung Ruandas" (FDLR) und kongolesische Mai-Mai-Rebellen verantwortlich.
Diese Frau wurde Opfer der Angreifer. Die 30-Jährige wurde den Angaben zufolge in der Nacht des 30. Juli im Beisein ihres drei Monate alten Babys von zwei FDLR-Rebellen vergewaltigt.
Bei einem Angriff der FDLR nahe Walikale im Ostkongo kam es Anfang September zu Gefechten mit kongolesischen Soldaten. Diese Frau trauert um einen Angehörigen, der dabei ums Leben gekommen ist.