Korruption in Ungarn Orbáns Oligarchen
Im Nordwesten Ungarns sollte eine millionenschwere Solarmodulfabrik entstehen, protegiert von Politikern der Orbán-Partei. Nun ist der Verbleib von fast 30 Millionen Euro öffentlicher Gelder ungeklärt. Kein Einzelfall.
Ungarns Premier Viktor Orbán: Große öffentliche Aufträge, die häufig auch aus EU-Fördertöpfen mitfinanziert werden, gehen auffällig oft an "Orbáns Oligarchen" - Geschäftsleute, die dem ungarischen Ministerpräsidenten und seiner Partei Fidesz nahestehen.
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Am bekanntesten ist derzeit der Fall von Viktor Orbáns Schwiegersohn István Tiborcz. Er soll bei der Ausstattung von Städten und Gemeinden mit neuer öffentlicher Beleuchtung illegal Millionen Euro EU-Fördergelder kassiert haben. Ein vertraulicher Bericht des EU-Antibetrugsamtes OLAF, der im Februar in Auszügen in ungarischen Medien veröffentlicht wurde, spricht von einem "organisierten Betrugsmechanismus".
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