Metastabilität Kosmos mit Verfallsdatum
Kosmische Urgewalten (grafische Darstellung): Das Vakuum ist instabil, erklären Physiker und schließen nicht aus, dass das Universum deshalb in ein paar Dutzend Milliarden Jahren untergeht.
Kollision am CMS-Detektor (grafische Darstellung): Das Higgs-Boson ist, wenn man es so will, der Superstar der modernen Teilchenphysik. 2012 wurde es endlich nachgewiesen. Seine Masse verheißt aber womöglich nichts Gutes für unser Universum.
Präsentation der Entdeckung des Higgs-Bosons am 4. Juli 2012 in Genf: "Als Laie würde ich sagen, wir haben das Higgs, als Wissenschaftler brauche ich den letzten Beweis."
Cern-Sprecher Joe Incandela (rechts), Cern-Direktor Rolf-Dieter Heuer (links): "Es ist ein vorläufiges, aber ein sehr überzeugendes Ergebnis."
Peter Higgs: Die Existenz des nun entdeckten Teilchens wurde 1964 von dem britischen Physiker vorausgesagt. Seine Masse liegt bei 125 Gigaelektronenvolt, was Theoretiker etwas beunruhigt. "In ein paar Milliarden Jahren wird alles ausgelöscht", sagt beispielsweise Joseph Lykken und begründet dies mit der Instabilität des Vakkums, die sich aus der Higg-Bosonen-Masse ergibt.
"CMS"-Detektor vor dem Start eines Experiments: Ziel der Experimente am Cern war, die Masse des Higgs-Bosons präzise zu bestimmen. Alle anderen Eigenschaften des Winzlings waren durch die Gleichungen des sogenannten Standardmodells der Teilchenphysik bereits vorgegeben.
Server-Raum am Cern: Die Kollisionsexperimente liefern gigantische Datenmengen, die in einem eigens betriebenen Rechenzentrum verarbeitet werden.
"Atlas"-Detektor: "Dank der Entdeckung des Higgs-Bosons und der Bestimmung seiner Masse können wir die Frage nach der Stabilität des Vakuums jetzt präziser beantworten", sagt Wilfried Buchmüller vom Hamburger Teilchenbeschleuniger Desy.