Krieg in Syrien Frontstadt Aleppo
Alltag im Krieg in Syrien: Ein Scharfschütze der Rebellen lauert hinter dem alten Gemäuer der Omayaden-Moschee in Aleppo auf eine Schussgelegenheit.
Ein Maschinengewehr-Schütze in einem Seitenflügel der Omayaden-Moschee. Die Aufständischen haben Löcher in Wände gehauern, damit sie auf Regierungssoldaten in gegenüberliegenden Häusern feuern können.
Ein Blick in den Innenhof der Omayaden-Moschee. Überall sind Gefechtsspuren zu sehen, die Mauern sind von Bränden geschwärzt.
Soldaten gruben im Innenhof Steinplatten aus, um ihre Stellungen zu verstärken.
Und so sah das fast 1300 Jahre alte Gotteshaus vor den Kämpfen zwischen den Soldaten des Regimes und den Aufständischen aus.
An strategisch wichtigen Stellen verdicken Sandsäcke jetzt die alten Mauern oder versperren das Schussfeld.
Ein Blick auf das etwa 45 Meter hohe Minarett der Moschee. Von hier aus konnten Scharfschützen Assads das ganze Marktviertel von Aleppo einsehen und unter Beschuss nehmen.
Rebellen zeigen in der Moschee eine verbrannte Koran-Ausgabe. Die uralten Handschriften verrotten. Aber niemand kommt auf die Idee, die wertvollen Bücher in Sicherheit zu bringen.
Wie der Besuch in einem Gruselkabinett: In einer Schule sind Bilder von unidentifizierten Mordopfern aus Aleppos sogenanntem Totenfluss aufgehängt.
Die aufgedunsenen Gesichter der Toten sind übersät mit blauen Flecken und Schwellungen von den Schlägen ihrer Peiniger.
Es sind meist Männer mit Schusswunden im Kopf und gefesselten Armen, die unter der Brücke angeschwemmt werden.