Kriegsende 1918 - DER SPIEGEL
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Propaganda und Realität Stolze Flagge über Leichen

Mit der Kapitulation Deutschlands endete am 11. November 1918 der Erste Weltkrieg. Millionen Menschenleben hatten die Militärs des Kaisers da für ihre Weltmachtträume verheizt. Die Verantwortung für die Niederlage schanzten sie gerade noch rechtzeitig den Zivilisten zu - mit fatalen Folgen.
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Investieren in Panzer: "Wir schlagen sie und zeichnen Kriegsanleihe!" - Flugblatt von 1917.

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Grauen des Krieges: Da der Beschuss zu heftig war, konnten die getroffenen Soldaten oft nicht geborgen werden. Die Leichen der gefallenen Kameraden wurden auf dem Schlachtfeld zurückgelassen. Ein deutsches Opfer der ersten Schlacht an der Marne im September 1914. Aufnahme circa 1915.

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"Der letzte Hieb ist die 8. Kriegsanleihe": Der Plakatentwurf von Paul Neumann aus dem Jahr 1918 ruft das Volk auf, Kriegsanleihen zu kaufen.

Foto: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz/Kunstbibliothek, SMB / Knud Petersen
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Tödlicher Vormarsch: Französische Truppen rücken unter schwerem Beschuss vor. Aufnahme von circa 1916.

Foto: Getty Images
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"Stolz weht die Flagge Schwarz Weiss Rot!": Fröhliche Kinder auf einer Kriegspostkarte aus dem Jahr 1915.

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Gasmaske statt Stahlhelm: Britische Infanteristen an einem Vickers-MG während der Somme-Schlacht 1916. Ihre Stahlhelme haben Sie gegen Gasmasken ausgetauscht, die den ganzen Kopf bedecken.

Foto: Getty Images
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Junge Helden sucht das Land: Werbeplakate für den Eintritt in die US-Armee.

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Versorgung eines Verletzten: Deutsche Krankenpfleger verbinden die Wunden eines britischen Soldaten. Aufnahme um 1916.

Foto: Getty Images
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Deutschland gegen den Rest der Welt: "Jeder Schuß ein Russ, jeder Stoß ein Franzos, jeder Tritt ein Britt, jeder Klapps ein Japs" - Propagandapostkarte von 1914.

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Nach dem Angriff: Nach einer Gas- und Feuerattacke liegen die Leichen Hunderter italienischer Soldaten des neunten Regiments auf dem Schlachtfeld. Im Hintergrund ist zu sehen, wie Verletzte auf Bahren abtransportiert werden. Aufnahme um 1915.

Foto: Hulton Archive/ Getty Images
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"Zeichnen Sie Kriegsanleihen": Dieses Propagandaplakat aus Kanada (ca. 1917/1918) warb für Kriegsanleihen.

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Nach einem Giftgasangriff: Geblendete britische Soldaten warten nach einem Senfgas-Attacke in Bethune (Frankreich) auf die Behandlung. Aufnahme vom 10. April 1918.

Foto: Getty Images
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Hass-Propaganda: "Über den Tod hinaus hass' ich dich England!" - Vorlage für einen Druck von circa 1915.

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Dem Erdboden gleich gemacht: Soldaten laufen durch das zerstörte Ypern. Die belgische Stadt war während des Ersten Weltkriegs stark umkämpft. Die deutschen Truppen versuchten mehrmals sie einzunehmen.

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Englische Dogge vs. Deutscher Dackel: Englisches Propagandaplakat aus dem Ersten Weltkrieg

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Feuer gegen Stahl: Ein britischer Panzer vom Typ Mk V (Composite) im Kampf mit einem deutschen Flammenwerfer 1918 an der Westfront. Mit den Panzern hatten die Truppen der Entente endlich die Waffe gefunden, die den Krieg entscheiden konnte.

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"Deutschlands Stolz!": Kaiser Wilhelm II. und der Generalstabschef Hindenburg auf einer Propaganda-Postkarte aus dem Ersten Weltkrieg.

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Durchsuchung der Toten: Britische Kriegsgefangene untersuchen 1917 die Taschen der getöteten Soldaten nach Wertsachen, während ein deutscher Wachmann eine Bestandsaufnahme macht.

Foto: Getty Images
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"Zeichnet Kriegsanleihe": Adler und Friedenstaube - Plakatentwurf um 1916 von Karl Sigrist

Foto: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz/Kunstbibliothek, SMB / Knud Petersen
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Kampf im Kriegsnebel: Soldaten der Entente feuern 1918 mit einer 37-Millimeter-Kanone auf deutsche Positionen.

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"For Every Fighter a Woman Worker": Ein US-amerikanisches Propagandaplakat wirbt für den Einsatz von Frauen an der Heimatfront.

Foto: Getty Images
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Verletzt: Zwei britische Soldaten helfen im Ersten Weltkrieg ihrem verwundeten Kameraden.

Foto: Getty Images
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Mondschein-Idylle: Die Propagandapostkarte von 1917 zeigt das Brandenburger Tor bei Nacht. Darunter der Spruch: "Durch Kampf zum Sieg".

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Sturmangriff: Britische Truppen stürmen während des Ersten Weltkriegs aus ihrem Graben auf ein Schlachtfeld irgendwo in Europa. Über neun Millionen Menschen ließen in dem Krieg vom Juni 1914 bis zum November 1918 ihr Leben - viele von ihnen im Grabenkrieg.

Foto: AP
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Nach dem Krieg: Auf diesem Propagandaplakat um 1916 hilft die Siegesgöttin Victoria persönlich, die durch Grabenkriege verwüsteten Gebiete wieder bewohnbar zu machen. In der Realität sah der Wiederaufbau weit weniger heroisch aus.

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Sumpf und Krater: Einige Soldaten laufen über das Schlachtfeld nahe Gheluvelt (Belgien), das nach Bombenangriffen nur noch eine schlammige, mit Kratern übersäte Einöde ist.

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"Wir werden sie schlagen!": Das Propagandaplakat von Jules Abel Faivre aus dem Jahr 1916 wirbt für die Zeichnung von Kriegsanleihen

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Massengrab: Auf der Rückseite dieser Postkarte steht in Sütterlin-Schrift "Zur Erinnerung an den Angriff der Engländer bei Fromelles", darunter "Ein deutsches Massengrab bei Vimy 1917".

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Werbe-Putte: Eine Putte mit Stahlhelm wirbt auf einer Postkarte aus der Zeit des Ersten Weltkrieges "Für die Kriegsanleihe!"

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Tod im Graben: Tote Russen in Gorlice (Polen) im Jahre 1915.

Foto: www.Flieger-Album.de
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Kaisertreue: Wilhelm II. und Franz Joseph von Österreich zeigen mit dieser Postkarte um 1914 ihren gemeinsamen Willen: "Fest und getreu" lautet ihre Botschaft.

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Makaberes Souvenir: Die Leiche eines Soldaten im Ersten Weltkrieg vor den Trümmern seines Flugapparates. Der Fotograf hat den blutverschmierten Kopf auf eine Stütze gebettet.

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Herkules und Hydra: Um 1915 ist diese Karikatur entstanden. Sie zeigt "Die Arbeiten des deutschen Herkules: Zähmung der moskowiter Hydra". Mit anderen Worten - einen deutschen Soldaten, der einen russischen besiegt.

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Schlacht an der Aisne: Deutsche Infanteristen überwanden im Juni 1918 zwischen Montdidier und Noyon einen französischen Schützengraben. Etwa einen Monat später versuchte das Deutsche Reich mit der Schlacht an der Marne das Blatt noch einmal zu wenden und verlor den Ersten Weltkrieg.

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Geld oder Leben: Auch jene, die nicht an der Front sind und für das Vaterland ihr Leben aufs Spiel setzen, können etwas für ihr Heimatland tun, so die Botschaft dieses Plakatentwurfs von 1918. "Und Eure Pflicht? Zeichnet Kriegsanleihe."

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Opfer des Ersten Weltkriegs: Zehntausende Soldaten aller Parteien kehrten mit schwersten Verstümmelungen von der Front zurück. Noch mehr wurden durch die Erlebnisse im Krieg traumatisiert. Aufnahme von circa 1914.

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