Kriegsende in der Arktis - DER SPIEGEL
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Kriegsende im ewigen Eis Der letzte Trupp

Unter dem Decknamen "Haudegen" wurde 1944 eine Gruppe deutscher Wetterbeobachter nach Spitzbergen geschickt. Die Mission war so geheim, dass ihre Teilnehmer beinahe im Eis vergessen wurden. Erst am 3. September 1945 kapitulierte der Trupp: als letzte Wehrmachtseinheit - knapp vier Monate nach Kriegsende.
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"Haudegen"-Opfer: Ein Mitglied der Wetterstation auf Nordostland im Juli 1945 mit einem im Duve-Fjord erlegten Eisbären. Die angriffslustigen Raubtiere blieben eine ständige Gefahr für die Wetterbeobachter. Die Felle der Bären versenkten die Männer kurz vor ihrer Abholung in der Bucht vor ihrer Hütte.

Foto:

Privatarchiv Wilhelm Dege

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Arktis-Training: Im Übungslager "Goldhöhe" im Riesengebirge werden die Teilnehmer der "Haudegen"-Mission im April 1944 unter realistischen Bedingungen auf ihren geheimen Einsatz vorbereitet. Dazu gehört auch der richtige Umgang mit dem Sextanten, einem optischen Messinstrument zur Navigation. Expeditionsleiter Wilhelm Dege trägt den weißen Anorak.

Foto: Privatarchiv Wilhelm Dege
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Versorgungsschiff: Die "Karl J. Busch" bei der Ausrüstung im Kieler Hafen, circa 1944. Das Schiff brachte einen Teil der "Haudegen"-Ausrüstung nach Spitzbergen.

Foto: Privatarchiv Wilhelm Dege
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Am Ziel: Die Landung der "Haudegen"-Expedition in der Wordie-Bucht des Rijpfjords auf Nordostland im September 1944. Im Hintergrund sind U 307 und das Expeditionsschiff "Karl J. Busch" zu sehen. Etwa 80 Tonnen Ausrüstung führten die beiden Boote für den Wettertrupp mit.

Foto: Privatarchiv Wilhelm Dege
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Entladung: Entladung von Vorräten und Ausrüstung in der Wordie-Bucht auf Nordostland im September 1944. Mit Schlauchbooten müssen die Bootsbesatzungen und der Wettertrupp etwa 1800 Kisten mit Vorräten und Ausrüstung an Land bringen.

Foto: Privatarchiv Wilhelm Dege
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Das Fell des Bären: Der in der Albertini-Bucht auf Nordostland geschossene Eisbär wird im September 1944 an Bord des U-Boots U 307 aus der Decke geschlagen.

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Station im Schnee: Die Station "Haudegen" im Juni 1945 während der Schneeschmelze auf der norwegischen Insel Nordostland, nahe Spitzbergen.

Foto: Privatarchiv Wilhelm Dege
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"Haudegen"-Chef: Der Geologe Wilhelm Dege, Leiter der "Haudegen"-Expedition, macht sich am 24. März 1945 Aufzeichnungen im verschneiten Gelände.

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Wetterballon: Ein Mitglied des Wettertrupps startet am 2. April 1945 einen Radiosonden-Ballon auf der Nordostland. Einmal wöchentlich musste das Gerät bis in mindestens 8.000 Meter Höhe steigen gelassen werden.

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Rentierjagd: Der Hunger auf Frischfleisch zwang die Expeditionsteilnehmer zur Rentierjagd. Hier kehrt einer der Männer mit Rentierfell und -fleisch beladen am 4. Oktober 1944 zur Station zurück.

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Weihnachten in der Arktis: Am 24. Dezember 1944 feiern die Männer der Wetterstation "Haudegen" Weihnachten. Wilhelm Dege sitzt ganz rechts, an der Wand hängen Stiel-Handgranaten. Die Wetterbeobachter waren bis an die Zähne bewaffnet. Ein ums andere Mal wurden die geheimen Stationen von gegnerischen Kommando-Einheiten ausgehoben.

Foto: Privatarchiv Wilhelm Dege
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Echter "Haudegen": Einem Mitglied des Wettertrupps wird am 9. Februar 1945 ein entzündeter Zahn gezogen. In der Einöde Nordostlands waren die Männer auch bei medizinischen Notfällen auf sich gestellt. Expeditionsleiter Wilhelm Dege, rechts, schaut skeptisch zu.

Foto: Privatarchiv Wilhelm Dege
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Wetterbeobachtung: Ein Expeditionsmitglied liest am 23. März 1945 die meteorologischen Instrumente ab. Fünfmal täglich sendete "Haudegen" verschlüsselt seine Wetterbeobachtungen an die deutsche Marine-Dienststelle im norwegischen Tromsø.

Foto: Privatarchiv Wilhelm Dege
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Polar-Blues: Nach der Kapitulation der Wehrmacht im Mai 1945 schlagen die Soldaten auf Nordostland die Zeit tot - etwa mit Musizieren, wie auf dieser Aufnahme vom 11. Juni 1945.

Foto: Privatarchiv Wilhelm Dege
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Arbeit in der Arktis: Zur Dokumentation verfolgt ein Mitglied der Wetterstation auf Nordostland am 3. Mai 1945 mit dem Theodoliten einen Radiosonden-Ballon.

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Schneegrab: Die unter Schneemassen begrabene Wetterstation "Haudegen" auf Nordostland am 8. April 1945.

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Kriegsende: Angesichts des nahenden Kriegsendes bereiten zwei Männer der Wetterstation "Haudegen" am 26. April 1945 die Sprengung der rund um die Station ausgelegten Minen vor.

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Schlittentour: Mit dem Schlitten fährt das Expeditionsteam am 15. Juni 1945 zum Duve-Fjord auf Nordostland.

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Wilhelm Dege: "Haudegen"-Leiter Wilhelm Dege und seine Mitstreiter freuen sich am 14. September 1945 in Tromsø über Post aus der Heimat. Bis zum Jahresende 1945 können die Männer das britische Gefangenenlager in Norwegen wieder in Richtung Deutschland verlassen.

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Ruine: Die Überreste der Station "Haudegen" am 10. August 1985 auf der norwegischen Insel Nordostland. Mittlerweile ist "Haudegen" die einzig erhaltene deutsche Wetterstation von Spitzbergen. Seit Januar 2010 darf das Areal der Anlage nicht mehr betreten werden - "Haudegen" gehört zu den "historischen Stätten" Norwegens.

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Siegfried Czapka: Im Jahr 2004 konnte Siegfried Czapka, rechts, zu der alten Wetterstation auf Nordostland, Spitzbergen, zurückkehren. Zusammen mit einem Expeditionskollegen begutachtete er die Überreste der Station.

Foto: Siegfried Czapka
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