Kriegsheld Audie Murphy: US-Soldat wird Schauspieler - DER SPIEGEL
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Kriegsheld und Schauspieler Die geheimen roten Male des Audie Murphy

Nach der Schlacht begann der Alptraum: Audie Murphy war einer der größten amerikanischen Helden des Zweiten Weltkriegs. Als Soldat stellte er sich furchtlos jedem Kampf, notfalls im Alleingang. Später wurde er ein gefeierter Hollywood-Star. Dann kamen die Ängste.
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Geschöntes Drehbuch: Der Film "Die rote Tapferkeitsmedaille" erzählt die Geschichte des ängstlichen Soldaten Henry Fleming, gespielt von Murphy, der Heldentaten erfindet und in einem sinnlosen Manöver Menschen tötet. Aus Sorge darüber, den hochdekorierten Kriegshelden Murphy in einem schlechten Licht erscheinen zu lassen und das allgemeine Heldentum der Soldaten zu schmälern, wurde der Film von der Filmgesellschaft MGM stark geschnitten und um insgesamt 20 Minuten gekürzt.

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Ein Held in zu großer Uniform: Der 21-jährige US-amerikanische Leutnant Audie Murphy, hier im Juni 1945, hatte in seinem jungen Alter bereits alle militärischen Auszeichnungen der USA erhalten.

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Ankunft in den Studios: Der Schauspieler James Cagney erklärt Murphy am 25. September 1945 die Funktionsweise einer Filmkamera. In Hollywood sollte der hochdekorierte Soldat zum Western-Filmstar aufgebaut werden - doch der Start seiner Karriere verlief schleppend.

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Zurück nach Europa: Bei einer Pressekonferenz am 2. Juli 1948 in New York zeigt der 24-jährige Murphy auf einer Landkarte seine ehemaligen Kriegsstationen in Frankreich. Zwei Tage später flog er als Ehrengast der französischen Regierung zurück in die Nähe des Schlachtfelds, das ihn berühmt machte - aber auch für immer traumatisierte.

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Französisches Verdienstkreuz: Audie Murphy, Amerikas höchstdekorierter Soldat des Zweiten Weltkriegs, erhält am 16. Juli 1948 das Croix De Guerre von General De Lattre de Tassigny in Paris.

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Soldat spielt Soldat: In dem Film "Die rote Tapferkeitsmedaille" von 1951 spielt Audie Murphy einen jungen Soldaten während des amerikanischen Bürgerkrieges im Jahr 1863. Der Titel bezieht sich auf Wunden, die sich Soldaten im Krieg zuziehen und als "rote Male" für ihr Leben behalten.

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Biografie: 1949 erschienen die Kriegserinnerungen von Audie Murphy mit dem Buchtitel "To Hell and Back". Den größten Teil der Schreibarbeit übernahm sein Freund David McClure, der sich im Nachhinein Vorwürfe machte, Murphy zu Erinnerungen gezwungen zu haben, die er zu vergessen versuchte.

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Murphy spielt Murphy: In der Verfilmung seiner Biografie "To Hell And Back" übernahm Audie Murphy 1954 die Hauptrolle und spielte Ereignisse seines eigenen Lebens nach. Manche Filmkritiker zeigten sich allerdings skeptisch, ob wirklich jede der geschilderten Heldentaten sich wirklich genau so ereignet hatte.

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Familienbesuch am Set: Bei den Dreharbeiten zur Verfilmung von "To Hell and Back" 1954 bekam Murphy Besuch von seiner zweiten Frau Pamela Archer und seinem zweijährigen Sohn Terry Michael Murphy. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Ehepaar bereits einen zweiten Sohn, James Shannon, im Alter von sechs Monaten.

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Nach dem Krieg Leinwandsoldat: Die Verfilmung von Audie Murphys Biografie "To Hell And Back" hatte am 23. Februar 1956 unter dem Titel "Zur Hölle und zurück" Premiere in Deutschland.

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Kinoerfolg: Das Budget für die Verfilmung von Audie Murphys Biografie "To Hell and Back" betrug fast sechs Millionen Dollar. Der Film war nicht nur in Amerika ein Kassenschlager. Auch in Deutschland wurde der Film, hier ein Filmplakat von 1955, gut besucht.

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Vorliebe für schnelle Pferde: Als Schauspieler wurde der Kriegsheld Audie Murphy vor allem mit Western-Filmen bekannt. Hier reitet er in "Die gnadenlosen Vier" von 1961 als Cowboy durch die Prärie. Auf einer Ranch in Kalifornien widmete sich der Schauspieler der Zucht von Rennpferden und investierte viel Geld in sein Hobby.

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Beachtliche Filmografie: Audie Murphy in dem Western "Im Sattel ritt der Tod" von 1963. Insgesamt spielte der ehemalige höchstdekorierte Soldat in etwa 50 Filmen mit.

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Hollywood-Revolverheld: In erster Linie wurde Murphy durch Westernrollen bekannt - wie diese in dem Kinofilm "Goldtransport durch Arizona" von 1965

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?