Kriegsschicksal - DER SPIEGEL
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Kriegsschicksal Im Bombenhagel getrennt

Ein Stoff wie aus Hollywood: Ein polnischer Major verhört in den Sechzigern ein deutsches Mädchen, das als vermeintliche West-Agentin festgenommen wurde. Und entdeckt, dass sie seine verlorene Tochter ist. Josef Königsberg erzählt die unglaubliche Geschichte seines Freundes Bolek Kunicki.
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Zerbombtes Wohnhaus: Wie zerkrümelt wirkt die Fassade dieses zerstörten Hauses in Dresden. Die Bombenangriffe zwischen dem 13. und dem 15. Februar 1945 haben nichts als Ruinen übrig gelassen. Bei dem Angriff am 13. Februar wurde Bolek Kunicki, der als Zwangsarbeiter in einer Dresdner Bäckerei arbeitete, von seiner schwangeren Geliebten getrennt.

Foto: DEUTSCHE FOTOTHEK
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Der Agent: Josef Königsberg als Leutnant des polnischen Nachrichtendienstes Urzad Bezpiecznstwa. Während seiner Tätigkeit für den UB zwischen 1946 und 1948 lernte Königsberg Bolek Kunicki kennen. Erst 1961 erzählte ihm Kunicki jedoch die unglaubliche Geschichte der Begegnung mit seiner ihm unbekannten Tochter.

Foto: Josef Königsberg
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Staatssicherheitsgefängnis: Das Gefängnis in der Warschauer Rakowiecka-Straße, in dem bis in die siebziger Jahre hinein politische Häftlinge gefangen gehalten wurden. Hier war auch Boleks verlorene Tochter 1965 inhaftiert, nachdem sie als vermeintliche West-Spionin festgenommen worden war - sie hatte während einer Militärparade Panzer und Raketen fotografiert.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?