Kriegsverbrecher "Hausmeister der Gaskammern"
Demjanjuk in Israel: Wohl bereits mit der Vorahnung, dass das gegen ihn verhängte Todesurteil aufgehoben würde, lacht der ehemalige KZ-Wächter John Demjanjuk am 3. Juni 1992 in Israels Oberstem Gericht lauthals.
Vor Gericht: John Demjanjuk werden am 14. Mai 1990 im israelischen Gericht die Handschellen abgenommen. Er war am 25. April 1988 zum Tode verurteilt worden - 1993 hob das Oberste Israelische Gericht das Todesurteil allerdings wegen "begründeter Zweifel an der Identität" des Angeklagten auf.
John Demjanjuk: Der ehemalige ukrainische KZ-Wächter - eigentlich Iwan Nikolajewitsch Demjanjuk - in einer Aufnahme aus dem Jahre 1981.
Dokument des Krieges: Dieses am 21. Februar 2002 vom Justizministerium in Washington veröffentlichte Dokument zeigt den Kriegsdienstausweis John Demjanjuks.
Hinter Gittern: John Demjanjuk am 24. Juni 1993 in seiner Zelle im israelischen Ayalon-Gefängnis. Nur knapp drei Monate später sollte das Oberste Israelische Gericht das Todesurteil gegen Demjanjuk aufgrund "begründeter Zweifel an der Identität" des Angeklagten aufheben.
Im Warschauer Ghetto: SS-Truppen vor einem brennenden Häuserblock während der Niederschlagung des Aufstandes im Warschauer Ghetto im Jahre 1943. Seit dem Frühjahr 1942 zog auch John Demjanjuk durch das besetzte Polen und liquidierte dort die Ghettos.
Demjanjuks Visum: Als John Demjanjuk 1948 die Fragebögen der US-Einwanderungsbehörde ausfüllte, um mit seiner Frau Wera in den USA ein neues Leben zu beginnen, fälschte er seine Biographie - er gab an, den Zweiten Weltkrieg in dem polnischen Dorf Sobibor verbracht zu haben. 1952 konnten die Eheleute in die Vereinigten Staaten einreisen, wie das hier zu sehende Visum Demjanjuks belegt.
Jürgen Stroop: Umringt von schwer bewaffneten Wehrmachtssoldaten steht der SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS und Polizei Jürgen Stroop (Mitte) 1943 im brennenden Warschauer Ghetto.
Demjanjuk mit Ed Nishnic: Ed Nishnic (r.), John Demjanjuks (Mitte) ehemaliger Schwiegersohn, stützt diesen bei dessen Ankunft am Bundesgerichtshof in Cleveland am 29. November 2005. Demjanjuk erschien vor Gericht, um seine Abschiebung in die Ukraine zu verhindern.
Neue Ermittlungen: John Demjanjuk am 28. Februar 2005 in Cleveland. Die neuesten Ermittlungen gegen Demjanjuk konzentrieren sich auf dessen Tätigkeit im Vernichtungslager Sobibór, in dem schätzungsweise 250.000 Juden aus Polen, der Slowakei, den Niederlanden und Deutschland ermordet wurden.