Elmore Leonard gestorben Amerikas Krimi-Meister
Der Krimi-Autor Elmore Leonard ist tot. Er starb am Dienstag im Alter von 87 Jahren in Detroit, der Stadt, die seit 1934 seine Heimat war.
"Dickens von Detroit" wurde Elmore Leonard genannt, wegen der detailgenauen Milieubeschreibungen in seinen Romanen. Diese spielten in der Subkultur von Soldaten und Verbrechern, Aktienhändlern und Fabrikarbeitern, in der Filmszene und in Indianerreservaten.
Befragt nach seinem Geheimnis, sagte Leonard einmal: "Ich versuche einfach, mich selbst zu unterhalten. Ich habe den Eindruck, dass es auch genügend anderen Lesern gefällt, wenn es mir gelingt, mich selbst bei Laune zu halten."
Auf die Frage, was für ein technisches Schreibsystem er für seine Romane verwendet, antwortete er: "Einen Stift."
Viele seiner Bücher wurden verfilmt. Zum Beispiel "Out of Sight", den Steven Soderbergh 1998 mit George Clooney in der Hauptrolle verfilmte. In der ersten Übersetzung trug der Roman übrigens den deutschen Titel "Zuckerschnute".
Drei Jahre zuvor, im Jahr 1995, kam Barry Sonnenfelds Verfilmung von "Schnappt Shorty" in die Kinos, in der Rene Russo, John Travolta und Gene Hackman spielten.
Kaum überraschend, dass auch Quentin Tarantino ein Bewunderer Leonards ist. Er verfilmte das Buch "Rum Punch" unter dem Titel "Jackie Brown" und holte für die Hauptrolle die Blaxploitation-Ikone Pam Grier wieder aus der Versenkung.
Anfang August, während er an seiner 46. Buchveröffentlichung arbeitete, erlitt Elmore Leonard einen Schlaganfall. Vor zwei Wochen hatte sein Agent noch gesagt: "Es geht ihm jeden Tag ein bisschen besser." Die Familie sei optimistisch. "Er ist ein Kämpfer." Doch dieser Kampf war letztlich doch zu schwer für ihn.