Kuba 50 Jahre US-Embargo
Mit ihm fing alles an: Kurz nachdem Revolutionsheld Che Guevara (hier auf einem Wandbild in Havanna) und sein Genosse Fidel Castro die Macht übernommen hatten, wurden die Anlagen von US-Unternehmen auf Kuba enteignet. Das lieferte US-Präsident John F. Kennedy den Anlass, ein Handelsembargo gegen die Insel zu verhängen.
50 Jahre später teilt sich Fidel Castro (auf dem Plakat links) die Macht mit seinem Bruder Raúl. Und noch immer liefert das US-Embargo dem sozialistischen Regime eine willkommene Ausrede für alles, was auf Kuba wirtschaftlich nicht klappt.
Kurz vor dem Embargo waren 1961 Exil-Kubaner mit Unterstützung der USA auf Kuba gelandet, um Castro zu stürzen. Diese Invasion in der Schweinebucht endete in einem militärischen Desaster und zerstörte die US-Hoffnung, die Sozialisten vor der eigenen Haustür rasch wieder loszuwerden. Ab 1962 dann sollte das Embargo Castro zermürben.
Der frühere US-Präsident Jimmy Carter (links, 2011 bei einem Treffen mit Fidel Castro) gehört zu den schärfsten Kritikern des Embargos. Sein Argument: Die Handelsbarriere schade vor allem der kubanischen Bevölkerung - und stabilisiere das Regime in Havanna.