Kuba: Das Leben der Anderen - DER SPIEGEL
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Kuba Das Leben der Anderen

Beschimpft, verhaftet, erschossen - die kubanische Revolution geht nicht zimperlich mit ihren Kritikern um. Die Palette der Mittel reicht vom Pranger bis zum Knast in Guantanamo, in dem Schlammwasser serviert wird.
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Die "Damas de Blanco" (Damen in Weiß), marschieren jeden Sonntag nach dem Gottesdienst auf der Quinta Avenida im eleganten Miramar-Viertel von Havanna. Sie fordern die Freilassung ihrer Ehemänner und Söhne, insgesamt 75 Dissidenten, die im Frühjahr 2003 zu Gefängnisstrafen von bis zu 20 Jahren verurteilt wurden.

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Amaury Pacheco del Monte ist Mitglied der Künstlergruppe Omni Zona Franca in Alamar, einer Hochhaussiedlung in Havanna. Einer seiner Einfälle: Zwei Jahre lang lief er jeden Mittwoch rückwärts durch die Straßen - ein subtiler Protest gegen das System. Wie die anderen Mitglieder der Gruppe versteht er sich jedoch nicht als Dissident, aus der Politik hält er sich raus. Er lebe in der "inneren Emigration", sagt er.

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Oswaldo Paya ist der bekannteste Dissident Kubas. Er gründete die oppositionelle Christliche Befreiungsbewegung und startete das Varela-Projekt. Zweimal sammelte er mit Helfern über 10.000 Unterschriften für ein Referendum über das politische System. Beide Male ignorierte die Castro-Regierung das Begehren.

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Jaime Leygonier arbeitet als unabhängiger Journalist in Havanna. Er schickt Kurznachrichten an die in Miami produzierte Website Cubanet.org, die in Kuba gesperrt ist.

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