Kühlerfiguren: Skulpturen am Bug - DER SPIEGEL
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Kühlerfiguren Skulpturen am Bug

Vor rund 100 Jahren war die Automobilwelt noch wesentlich vielfältiger als heute. Und phantasievoller, was man schon an den Kühlerfiguren erkennen kann, die sich damals in den Fahrtwind reckten. SPIEGEL ONLINE zeigt ein paar besonders schöne Schmuckstücke dieser Art.
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Bizzarrini: Die italienische Sportwagenmarke wurde 1964 von Giotto Bizzarrini gegründet. Zuvor war er bei Ferrari für die Entwicklung des legendären 250 GTO mitverantwortlich, schied aber nach einem heftigen Streit mit Enzo Ferrari aus dem Unternehmen aus. In den fünf Jahren des Bestehens wurden zirka 155 Autos gebaut

Foto: Jürgen Pander
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Cord: Der US-amerikanische Automobilhersteller Auburn stellte 1929 die Marke "Cord" vor, benannt nach dem damaligen Konzernchef Errett Lobban Cord. Die frontgetriebenen Modelle 810 und 812 machten Cord zur Kult-Marke. Der bullige Wagen mit versenkbaren Scheinwerfern brachte es auf fast 160 km/h. 1937 wurde die Produktion eingestellt

Foto: Jürgen Pander
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Delage: Der französische Hersteller exklusiver Sportautos wurde 1905 von Louis Delâge gegründet. Zunächst wurden nur Karosserien gebaut, ab 1908 auch Motoren. Nach dem ersten Weltkrieg trafen die äußerst soliden Fahrzeuge den Geschmack der wohlhabenden Automobilkäufer, auch Rennerfolge stellten sich ein. 1935 ging Delage pleite und wurde von Delahaye übernommen

Foto: Jürgen Pander
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Delahaye: Émile Delahaye gründete das Unternehmen 1845 im französischen Tours und produzierte erst Backsteine, stationäre Motoren und Eisenbahnwaggons. Das erste Auto wurde 1894 präsentiert und die Modelle der dreißiger Jahre zählen zu den schönsten der Zeit. Auch im Rennsport reüssierte Delahaye. 1954 wurde die Firma von Hotchkiss übernommen, die die Fahrzeugproduktion unter dem Namen Delahaye 1956 aufgab

Foto: Jürgen Pander
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Hispano-Suiza: 1899 bauten zwei spanische Unternehmer mit dem Schweizer Ingenieur Marc Birkigt das erste spanische Auto. Zunächst durch einen Elektromotor angetrieben, wurde später ein zusätzlicher Verbrennungsmotor eingesetzt, der über einen Dynamo die Akkus auflud - im Prinzip ein Hybridantrieb. 1906 entstand die Marke Hispano-Suiza. Bis 1938 baute sie äußerst luxuriöse und sportliche Wagen, mit einem Hubraum von bis zu zwölf Liter. Noch heute wird unter dem Firmennamen Flugmotorentechnik gefertigt

Foto: Jürgen Pander
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Lagonda: Der englische Hersteller baute von 1907 bis 1964 vorwiegend Sportwagen, die zahlreiche Erfolge, unter anderem einen Sieg in Le Mans, erzielten. In den dreißiger Jahren wagte man zusammen mit Bentley-Gründer Walter Owen Bentley die Produktion von Luxusautos. Allerdings blieb der erhoffte Erfolg aus. 1947 wurde die Firma an Aston Martin verkauft und der auf dem DB4 basierende Lagonda Rapide bis 1964 gebaut

Foto: Jürgen Pander
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Monteverdi: Mit 17 Jahren konstruierte Peter Monteverdi auf Basis eines Unfall-Fiat sein erstes Auto. Später übernahm er die Werkstatt seines Vaters im schweizerischen Binningen und betreute unter anderem die Wagen von Ferrari. 1956 konstruierte Monteverdi seinen ersten Rennwagen und ab 1966 einen luxuriösen Sportwagen. Das zweisitzige Coupé 375S wurde ein Jahr später vorgestellt. Monteverdi stellte die Fahrzeugproduktion zu Beginn der achtziger Jahre ein

Foto: Jürgen Pander
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O.S.C.A.: 1947 gründeten die Brüder Ernesto, Ettore und Bindo Maserati in Bologna eine Firma, deren erstes Ziel die Entwicklung eines Rennautos mit 1,1 Liter Hubraum war. 1948 präsentieren sie den Maserati Tipo 4 und gewannen zwei Rennen. 1963 wurde O.S.C.A (Officine Specializzate Construzioni Automobili) aufgekauft und fünf Jahre später geschlossen

Foto: Jürgen Pander
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Talbot: 1903 wurde Talbot in England gegründet, eine Gesellschaft zum Import der französischen Marke Clément, die auf der Insel unter dem Namen Talbot verkauft wurden. Ab 1906 baute Talbot eigene Mittelklasse-Autos. Die französische Firma Darracq kaufte 1919 das Unternehmen und produzierte bis Ende der dreißiger Jahre sowohl Sport-, als auch Mittelklassewagen. Nach diversen Eigentümerwechseln liegen die Namensrechte heute beim PSA-Konzern

Foto: Jürgen Pander
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Tatra: Der Ursprung der Firma lag in der "Nesseldorfer Wagenfabrik", wo 1897 das erste Automobil des Kaiserreichs Österreich-Ungarn entstand. Es basierte auf einer Kutsche und wurde von einem Benz-Motor mit 6,5 PS angetrieben. 1918 nannte man das Werk nach dem nahe gelegenen Gebirge, wenig später wurde der Tatra 11 präsentiert, ein technisch revolutionäres Auto. 1998 wurde der letzte Pkw von Tatra in Handarbeit hergestellt, die Limousine T-700. Seitdem werden nur noch Lkw gebaut

Foto: Jürgen Pander
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?