Spielzeugtrends Kitschig, piepsig, plüschig
Sie ist überall: "Hello Kitty" getarnt als Pandabär in einer Kunstausstellung in Tokio.
Miss Saturn: Die Künstlerin Jennifer McGowan führt in einem Theater in Boston mit einem Hula-Hoop-Reifen ihre Interpretation einer Astronomie-Stunde vor.
Warten aufs Kind: Trendspielzeuge kommen und gehen, aber die Klassiker bleiben. Nachts im Dunkeln gibt es schließlich nur einen, der Kinder vor den Monstern unterm Bett schützen kann - der gute alte Teddy.
Auf in die Schlacht: Ein Kinderklassiker bläst zum Angriff auf das Trendspielzeug - wer gewinnt die Herzen der Kinder? Playmobil-Spielzeug gibt es mittlerweile seit 1974 - und jedes Jahr kommen neue Welten der 7,5-cm Plastikfiguren.
Lego-Produktionsstätte: Hier kommt es her, das perfekte Spielzeug. Mit den unkaputtbaren Lego-Steinen lässt sich jedes Kinder-Bauwerk verwirklichen.
Neue Liebe für eine alte Puppe: Mit inzwischen fast 50 Jahren sieht Barbie so jung aus wie eh und je. Schönheits-OPs? Die 29-cm-Blondine schweigt. 2004 stellte sie nach der Trennung von Langzeitliebe Ken ihren neuen Freund Blaine, einen australischen Surfer.
Spaß im Kreis: In den späten Fünfzigern war das Hula-Hoop-Fieber ausgebrochen - jetzt schwangen nicht nur die Röcke, sondern auch die Reifen.
Rekordverdächtig: Die 16-jährige Li Ji Hui vom Großen Chinesischen Staatszirkus schafft es im Dezember 2004 bei einer Vorstellung im Weltweihnachtszirkus in Stuttgart, 286 Hula-Hoop-Reifen gleichzeitig kreisen zu lassen.
Rund um die Welt: Kinder in allen Teilen der Welt lieben den Hula-Hoop-Reifen - hier ein kleines Mädchen in Indonesien. Sie und ihre Familie hatten nach einem großen Erdbeben Zuflucht in einem Flüchtlingslager gefunden.
Kitsch im Pelz: Knopfaugen, Stupsnase, ein kurzes, braunes Fell und die Fähigkeit, am Daumen oder auch an einem Schnuller zu lutschen sind die Markenzeichen der Monchhichis - Plüschäffchen, die in den siebziger Jahren die deutschen Kinderzimmer eroberten.
Yo Hans: Ein professioneller Jo-Joist mit dem Künstlernamen "Yo Hans" führt auf einer Spielzeugmesse seine Tricks vor.
Antikes Auf und Ab: Jo-Jo spielen war offenbar schon immer ein beliebter Zeitvertreib, wie die Darstellung auf einem antiken griechischen Teller aus der Zeit etwa 500 vor Christus beweist.
Kittys Geburtstags-Yen: Pünktlich zum 30. Geburtstag der japanischen Katze "Hello Kitty" gab es 2004 ein Münzenset im passenden Rahmen. Die mundlose Kitty ist nicht nur bei Kindern, sondern auch bei jung gebliebenen Erwachsenen beliebt.
Stolze Tamagotchi-Mama: Ein japanisches Mädchen mit ihrem neu gekauften Tamagotchi. Zehn Jahre, nachdem die piepsenden Plastik-Eier erstmals Trend in den Kinderzimmern waren, sind sie in neuen Versionen auf den Markt gekommen.
Hochzeits-Tamagotchi: Auf einer Spielzeugmesse wurde zwei Jahre nach Markteinführung endlich die Herkunft der Tamagotchis geklärt: Presst man ein männliches und ein weibliches Tamagotchi-Ei zusammen, kann auf dem Bildschirm die "Zeugung" eines Tamagotchi-Babies beobachtet werden - in der jugendfreien Version.
Ständiger Begleiter: Ab 1990 löste dieser kleine Taschencomputer in Deutschland einen Hype aus: Viele Leute spielten immer und überall - Kinder wie Erwachsene - auf ihrem Game Boy. Das Besondere war nicht nur die handliche Größe, sondern auch dass die Spiele ausgetauscht werden konnten.
Mein bester Freund: Ein kleiner Junge umarmt einen riesigen Plüsch-Pikachu, den wohl bekanntesten Pokémon - seinen Game Boy hält er dabei fest in der Hand.
Der größte Pokémon-Fan: Der Wrestler Hulk Hogan outet sich als Fan, als er gemeinsam mit Pikachu, dem bekanntesten Pokémon, bei der Feier zum zehnten Geburtstag der Taschenmonster auftaucht.
Computerspiele für Mädchen: Der Computerspielmarkt richtet sich inzwischen nicht mehr nur an Jungs - auch Mädchen sollen direkt angesprochen werden. Sei es wie hier durch pastelliges Design der Konsolen oder durch Spiele auf Ponyhöfen und in Märchenwelten.
Barbies Konkurrentinnen: Vorwärts und auf High-heels stöckeln diese Püppchen zum Angriff gegen Barbie. Die sogenannten Bratz tragen die kürzeren Röcke, mehr Make-up - und auf ihrer Website kann man Ponies virtuell schminken und frisieren.
Knutschen mit Knut: Das Vorbild der Bratz und aller kleinen Mädchen - Hotelerbin und Plüschtierfan Paris Hilton.
Konkurrenz mit Kopftuch: Damit muslimische Mädchen mit einer Puppe spielen können, die nicht so "dekadent" wie Barbie ist, gibt es inzwischen etliche Konkurrenzpuppen. Hier sorgt eine indonesische Arbeiterin dafür, dass Puppe "Salma" ihre Haare anständig verdeckt.
Waisenkinder in Nordkorea: Immer noch ein Klassiker auf den Schulhöfen weltweit ist das Springseil. Alles, was man für den Spaß braucht, ist ein Seil.
Komplizierte Außenpolitik: Bundeskanzlerin Angela Merkel probiert sich während eines Peking-Besuchs beim Spazierengehen durch den Zhongshan-Park beim Diabolo-Spielen.
Und jetzt? Das Diabolo-Spiel ist ein Klassiker unter den Spielzeugen.
Yps mit Gimmick: In den Achtzigern war dieses Heft das Statussymbol auf dem Schulhof. In jeder Ausgabe gab es eine Spielzeug-Beilage, Gimmick genannt, wie die Urzeitkrebse oder die Agentenausrüstung. Im August 2005 wurde versucht, die eingestellten Comics wieder neu aufzulegen, was aber ein Fehlschlag war.
Slime: Das grüne Glibberzeug aus der Dose setzte sich nie so ganz als Trend durch. Im Internet wird der giftgrüne Schleim inzwischen als Hilfsmittel zur Tastaturreinigung empfohlen.
Fussel und Mike: Fussel, der sprechende Staubsauger (l.), und Mike, der sprechende Mäher (r.), bringen Kindern nicht nur Spaß, sondern auch gleich die Geschlechterrollen bei.
Babypony: Aus der Reihe "My little Pony" kommt dieses Exemplar - alleine zu laufen muss es allerdings noch lernen.
Hubschrauber? Ein ferngesteuertes Spielzeugtier mit Rotorblättern auf dem Kopf fliegt über eine japanische Spielzeugmesse. Der Sinn? Nicht fragen, nur die glänzenden Kinderaugen vorstellen.