Rock in Deutschland Gitarrengewitter statt Marschmusik
Rocker unter sich: Chuck Berry wird 1973 in der Hamburger Musikhalle von Rockern der "Bloody Devils" heimgesucht. Veranstalter Fritz Rau (r. neben Berry) betrachtet das Ganze skeptisch.
Rock-Fans: Noch verstehen sich Chuck Berry und seine Fans von den "Bloody Devils", ein deutscher Motorradrocker-Club nach dem Vorbild der "Hells Angels", ganz gut.
Nicht ohne meine Gibson: Doch dann musste Chuck Berry sich und seine wertvolle Gitarre vor den Fans retten, die die Bühne stürmten.
Der König von Bad Nauheim: Der "King" bekommt Fräulein-Besuch in seinem Wohnzimmer. 1959 dürfen "Star Revue"-Leserinnen den Wehrdienstleistenden Elvis Presley in Bad Nauheim bestaunen und seinen Bizeps fühlen.
"Sie kommen!": "Bravo" kündigt die Tournee der Rolling Stones 1965 in Deutschland an.
Und da sind sie: Brian Jones und Mick Jagger nach ihrer Landung in Hamburg-Fuhlsbüttel im Jahr 1965.
Der Herzog in Hamburg: Ein seltener Fotoschatz - Duke Ellington mit großem Gepäck am Hamburger Hauptbahnhof im Mai 1950. 1939 hatten ihn die Nazis am selben Ort nicht aussteigen lassen.
Bier für den Besuch: Louis Armstrong wird 1952 auf deutschem Boden mit Bier begrüßt. In Düsseldorf nimmt ihn "Dr. Jazz" Dietrich Schulz-Köhn (l., sitzend) in Empfang. "Satchmo" galt als Liebhaber der deutschen Braukunst - deshalb wurde ihm während seines Besuchs allerorten üppig eingeschenkt.
Durchsichtige Show: Marianne Faithfull im Jahr 1978 bei einer Show in der Hamburger Markthalle.
Elvis Presley besucht Bill Haley: Rocksänger Elvis Presley (r.) besucht während seiner Militärzeit in Deutschland in Uniform seinen Kollegen Bill Haley in der Garderobe vor dessen Auftaktkonzert zur Tournee in Frankfurt am Main.
Elvis Presley in Deutschland: Von Oktober 1958 bis März 1960 absolvierte der Rockstar Elvis Presley seinen Militärdienst in Deutschland. Während dieser Zeit war er in der US-Kaserne Ray Barracks im hessischen Friedberg stationiert. Er wohnte im nahgelegenen Bad Nauheim, zunächst in einem Hotel, die letzten zwölf Monate in einem Privathaus in der Goethestraße 14. Vor diesem Haus machte Claus-Kurt Ilge, der sich mit Elvis angefreundet hatte, dieses Foto. Regelmäßig pilgerten Fans und Kurgäste zu Presleys Wohnhaus und ließen sich mit dem Rockstar, der viel Geduld bewies und so gut wie jeden Fan ernst nahm, fotografieren.
Doch nicht alle Abgebildeten können heute noch identifiziert werden. Das ist schade, da Bilder wie dieses für Elvis-Fans von großer Bedeutung sind. Wer kennt die Personen auf diesem Foto? Wer kann Hinweise geben?
Kurzer Auftritt: Nach drei, vier Stücken war Schluss, dann kam die Polizei in die Halle geritten - Bill Haleys Comets 1958 in Hamburg. V. l.: Johnny Grande, Al Pompilli, Ralph Jones, Rudy Pompilli, Bill Haley, "Franny" Beecher, Billy Williamson.
Der beste Studentenjob: Die Beatles bei einem Auftritt während ihrer "Bravo"-Blitztournee 1966 in Hamburg. Im Vordergrund der studentische Ordnungsdienst, der die "Pilzköpfe" während ihres Auftritts bewachte.
Ein Medienereignis: Pressekonferenz der Beatles 1966 in Hamburg. Hinter John Lennon steht Manager Brian Epstein.
Sie rollen und rollen: Als die Rolling Stones 1965 auf Tournee in Deutschland unterwegs waren, informierte "Bravo" ihre Leser über jeden Schritt der Rocker.
Centerfold: Nicht nur mit Berichten, sondern auch mit Bildern blieb "Bravo" für ihre Leser an den Fersen der Rolling Stones während deren Deutschland-Tournee 1965.
Sensationsmache: Die Fans waren überglücklich, als "Bravo" die gute Nachricht verkündete - die Rolling Stones gingen im September 1965 auf Deutschland-Tournee.
Weltpolitik in Schönefeld: Der 1. Sekretär des Zentralrates der FDJ, Egon Krenz, begrüßt den amerikanischen "Friedenssänger" Harry Belafonte 1983 als Gast der "Manifestation der FDJ für den Frieden der Welt" auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-1983-1025-400
Smalltalk in der VIP-Lounge: Harry Belafonte, Egon Krenz, Julie Belafonte (neben Krenz) und Udo Lindenberg beim ost-westlichen Dialog auf dem Ost-Berliner Flughafen im Jahr 1983. Im Windschatten Belafontes durfte Lindenberg für den Frieden singen.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-1983-1025-028
"Jeder Tag geht zu Ende": Earl Grant, schwarzer Pianist und Sänger aus Oklahoma, hat Deutsch gelernt (Plattenhülle der Brunswick-Single von 1959).
Bevor der Rock kam: Die Engländerin Vera Lynn sang den Deutschen in den Fünfzigern Versöhnliches, etwa das Liedchen "Du bist mein Liebchen".
Live in Germany: Das Buch von Rüdiger Bloemeke: "Live in Germany. Spurensuche im musikalischen Entwicklungsland". Voodoo Verlag, Hamburg; 224 Seiten; 19,80 Euro.
Krawall in Hamburg: Während des Rolling-Stones-Auftritts am 13. September 1965 in Hamburg randalierten 2000 Jugendliche vor der ausverkauften Ernst-Merck-Halle. Die Jungs waren nicht mehr hinein gekommen. Am nächsten Tag war der BILD-Zeitung das einen großen Bericht wert.
Ankunft in Hamburg: Das Foto zeigt die Ankunft der Stones auf dem Hamburger Flughafen Fulsbüttel am 30. März 1967,vorneweg Mick Jagger. Für den Abend war ein Konzert in der Ernst-Merck-Halle geplant.
Das Konzert: Hier die Rolling Stones bei ihrem Auftritt in der Hamburger Ernst-Merck-Halle am 30. März 1967 um 20 Uhr - rechts Mick.
Auf der Bühne: Hier die Rolling Stones während ihres Konzerts in der Hamburger Ernst-Merck-Halle am 30. März 1967 um 20 Uhr - links Mick Jagger.
Berlin Skiffle Group: Auf einem Klassenfest sind wir als Berlin Skiffle Group aufgetreten; Burghard Zentner (Gitarre), Reinhard Jäke (Waschbrett), Günter Dölle (Teekistenbass) und Michael Mellenthin (Laute).
So fing alles an, denn danach waren wir eine Beatband mit dem Namen Vampires, The Crew in Berlin bis 1966.