Treffen und Arbeiten Supermarkt der Alternativen
Erklärungsbedürftiger Ort: Der "Supermarkt" im Berliner Brunnenviertel. Dazu gehören noch vier kleinere Läden, die als sogenannte Co-Working-Spaces als Mietbüros vermarktet werden. Der ehemalige Supermarkt handelt dagegen...
...heute vor allem mit Kreativität und Kommunikation. Die Kulturwissenschaftlerin Ela Kagel ist eine von drei Betreibern. Zwölf Mitarbeiter beschäftigt der Betrieb darüber hinaus. Dessen Geschäftsfeld...
...ist weit gestreut. Im vorderen Teil ist der Supermarkt ein Cafe. Bei kulturellen Veranstaltungen dient es auch dem Catering, das der Supermarkt ebenfalls selbst anbietet. Kunden...
...sind Unternehmen, aber auch Institute. Hier veranstaltet das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut ein Seminar in den Räumen - für alle sicht- und hörbar. Gerade dieses Offene sei es, sagt Kagel, was Unternehmen reize: Näher am Leben, eben nicht abgeschottet.
Die arbeitende Nachbarschaft: In den Studios gibt es vernetzte Arbeitsplätze, die man stunden- oder tageweise mieten kann, die bereitgestellte Infrastruktur teilt man sich. Dieses Co-working gehört zu den beliebtesten Mythen der sogenannten digitalen Boheme. In der Realität...
...des "Supermarkts" haben zwei Firmen zwei der Studios für einen etwas längeren Zeitraum gemietet. Es sind also Angestellte, die da für einen begrenzten Zeitraum einen Arbeitsplatz finden. Der Vorteil: Man mietet so viel Raum und Plätze, wie man braucht. Die Betriebsgröße "skaliert" so mit dem Markterfolg - Schrumpfung wie Expansion fallen leichter.
Medieninteresse: Der ungewohnte Mix aus Gastronomie, Kulturort und "Business-Space" macht neugierig. Hier interviewt ein Team von Arte Ela Kagel, während im Hintergrund das Hasso Plattner Institut tagt.