Kymco AK 550i Der kleine Preis von Taiwan
Kymco liefert den AK 550i noch 2017 auch als 48 PS-Version aus, um Fahrer mit dem A2-Führerschein auf den Scooter zu locken.
Auf der Landstraße ist der AK 550i mit 51 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 160 Km/h richtig dynamisch. Der Fahrer sitzt tief und das aktive Fahrwerk mit dem Aluminium-Brückenrahmen bügelt jedes Schlagloch weg.
Der niedrige Windschutz funktioniert überraschend gut; zur Einstellung der verschiedenen Stufen braucht man allerdings Werkzeug.
Vernetzter Scooter: Zwischen den quietschbunten Digital-Anzeigen des AK 550i liegt das Noodoe-Display. Es blendet per Knopfdruck wahlweise Navigation, Wetterangaben oder andere Informationen ein, die vorab per Smartphone ausgewählt wurden.
Das Noodoe-Display ist komplett individualisierbar und liefert im Stand oder an der Ampel die aktuellen Messages von Facebook, WhatsApp und Telefon.
Das hintere Federungssystem mit dem horizontalen Zentraldämpfer und die Schwinge liegen offen wie der Riemenantrieb und gibt dem AK 550i-Roller die Anmutung eines Motorrradhecks.
Noch mehr Motorrad am Roller: Die beiden Wave-Bremsscheiben mit bissigen 4-Kolbenbremszangen vom italienischen Premium-Hersteller Brembo.
Die elegante Alu-Leichtbauschwinge des taiwanesischen Jubiläums-Tourers würde auch einem Sportmotorrad zur Ehre gereichen.
Rollerstandards wie kleine Klappboxen mit USB-Anschluss, Brillenablage und beleuchteter Kofferraum bringt der AK 550i natürlich mit.
In den Kofferraum unter der Sitzbank passen zwei größere Jethelme; für zwei Integralhelme ist es zu eng.
Das Zentralschloss mit Keyless Ride blinkt genauso quietschbunt wie die Displays und folgt einer eigenen Kymco-Logik, die sich erst nach einem längeren Blick in die Gebrauchsanweisung erschließt.
Kymco vermarktet den AK 550i als "Super Tourer" und will wie Honda mit dem X-ADV Scooter eine Brücke zwischen Motorrad-Dynamik und Roller-Eigenschaften schlagen.
Kymcos Top-Scooter wird mit Bosch-ABS und den zwei Fahrmodi Straße und Rain ausgeliefert; er kostet 9799 Euro.
Der AK 500i baut ziemlich schmal und wirkt im Vergleich zu Konkurrenten relativ zierlich; mit seinen 230 Kilogramm Gewicht liegt er in der Klasse gut im Rennen.