KZ-Odyssee - DER SPIEGEL
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KZ-Odyssee "Wir hatten keine Ahnung, was Auschwitz bedeutet"

Als die Wehrmacht 1939 in Prag einmarschiert, beginnt für die 14-jährige Eva Benda ein Alptraum: Zusammen mit Tausenden anderen wird die Jüdin deportiert. Wie durch ein Wunder überlebt sie die Konzentrationslager Theresienstadt und Auschwitz - doch sie verliert die Liebe ihres Lebens.
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Friedliche Zeiten: Eva Bloch mit ihrem Hund Jerry in den Sommerferien 1933 im Böhmerwald. Sechs Jahre später, das Mädchen ist 14, marschiert...

Foto:

Frank Stern/Quelle: Eva Benda

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...die Wehrmacht in Prag ein. Das Bild zeigt die Besetzung der Prager Burg durch die deutschen Soldaten. Eva und ihre Mutter Gabriella müssen ihre Wohnung räumen und werden bei fremden Leuten einquartiert. Ihre Cousinen,...

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...mit denen Eva Benda in Prag zusammen aufwuchs, sterben 1942 im KZ Auschwitz-Birkenau.

Foto: Frank Stern/Quelle: Eva Benda
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Das zweite Leben: Eva und Harry Benda lernen sich 1949 im neuseeländischen Auckland kennen. Ein Jahr darauf heiraten sie. Harry Benda macht sich später in Yale als Professor für Asienkunde einen Namen und baut 1968/69 im Auftrag der Regierung von Singapur das Institut für Südostasiatische Studien auf. Er stirbt mit 51 Jahren.

Foto: Frank Stern/Quelle: Eva Benda
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Eva Benda: Mit ihrer Mutter Gabriella Bloch überlebte die heute 87-Jährige Theresienstadt und Auschwitz. Heute lebt sie in einem Seniorenheim bei Washington.

Foto: Frank Stern/Hassan Ibrahim
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Leben oder Tod: Ankunft eines Zuges an der berüchtigten "Rampe" des Konzentrationslagers Auschwitz. "Lassen Sie uns zusammen", hatte Eva Bendas Mutter den Offizier angefleht, der ihren Transport nach der Ankunft in zwei Gruppen teilte. Und beide hatten Glück. Dass dort über Leben und Tod entschieden wurde, erfuhr das jüdische Mädchen erst wenig später in einer der Baracken von alten Häftlingen.

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Auschwitz-Birkenau: Jüdische Frauen auf dem Weg in das Arbeitslager (Tor B I), 1944. Stacheldraht, Flutlicht, die Kommandos der Wachmannschaften - "Raus, schneller, schneller" - Eva Benda hat die Nacht, in der sie in Auschwitz ankam, bis heute nicht vergessen.

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Rettung: Am 11. Mai 1945 erreichten sowjetische Sanitätseinheiten das KZ Theresienstadt. Nach der Befreiung des Lagers durch die Rote Armee brach eine Typhus-Epidemie unter den Überlebenden aus. Am 17. August war die Räumung Theresienstadts schließlich abgeschlossen.

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