La Oroya: Leben mit dem Gift - DER SPIEGEL
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La Oroya Leben mit dem Gift

La Oroya ist die schmutzigste Stadt Lateinamerikas. Verantwortlich dafür ist eine vorsintflutliche Metallschmelze, die enorme Mengen an hochgiftigen Emissionen in die Stadt pustet. SPIEGEL ONLINE liefert Eindrücke von der geschundenen Gegend.
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Wie ein Krake: Der weitläufgie Hüttenkomplex von Doe Run Perú umringt die gesamte Altstadt und zieht sich bis in die Neubauviertel.

Foto: Knut Henkel
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Dominierender Gilftschlot: Von jedem Winkel der Altstadt aus ist der hohe Schornstein der Hütte zu sehen. Erst als der Betrieb ruhte, merkten die Bewohner, welche Beschwerden er die ganze Zeit verursacht hatte.

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Szene in den Altstadt von La Oroya: In dem weißen Gebäude ist die Gewerkschaft der Arbeiter von Doe Run Perú untergebracht. Aufgewiegelt von der Betriebsführung protestierten sie gegen die Stilllegung der Hütte.

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Massiver Druck auf die Regierung: Im Centro Camino Real, einem Bürokomplex im Zentrum von Lima, hat Doe Run Perú seine Zentrale. Das Management zeigt keinerlei Entgegenkommen.

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Schleichende Vergiftung: Eliana Puente Díaz heißt die junge Mutter zweier Kinder, die in der Altstadt von La Oroya lebt. Beide Kinder haben einen hohen Bleigehalt im Blut - der zweijährige Junge (Ostìn) etwa hat einen von 56 Mikrogramm. Der Grenzwert der Weltgesundheitsorganisation liegt bei zehn Mikrogramm

Foto: Knut Henkel
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Protest gegen den Umweltfrevel: Miguel Curi vor dem Eingang zum Werksgelände von Doe Run Perú, wo die Gärtner sich große Mühe geben, etwas Grün auf dem vom sauren Regen verätzten Boden zu erhalten.

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Moises Galarza Amaro: "Der Schornstein vergiftet uns langsam alle", sagt der 15-Jährige. Auch er hat wie viele Kinder und Jugendliche aus der Altstadt von La Oroya hohe Bleiwerte im Blut.

Foto: Knut Henkel
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?