Läster-Schmidt "Ihr seht alle schon aus wie echte Filmfreaks"
Der deutsche Chef-Zyniker bereitete den Studenten der Film- und der Theaterakademie in Ludwigsburg einen humoristischen Semesterstart - und spottete los: Top-Regisseure seien "verrückt nach so einem Diplom", mit dem in Ludwigsburg Theater- und Fernsehtalente geformt werden sollen. Die Studenten, aller Illusionen beraubt, amüsierten sich trotzdem. mehr...
Auf Sicherheitsabstand: Die 350 Studenten, die zur Harald-Schmidt-Gala gekommen waren, trauten sich nicht recht an den Meister ran. Dabei empfahl TV-Satiriker extra, sich fleißig anzubieten: Ohne "Klinken putzen" komme die Karriere nicht in Fahrt, erklärte Schmidt.
Einer Umfrage zufolge gehört Harald Schmidt zu den unbeliebtesten Prominenten Deutschlands. Da ist er schmerzfrei, sein Publikum in Ludwigsburg musste das auch sein: Die männlichen Studenten sähen "mit Hütchen und Bärten aus wie die Coen-Brüder in einer Person", veräppelte Schmidt die Zuhörer.
Mensch, da sitzt er wirklich: Thomas Schad, Boss der Filmakademie Ludwigsburg, war mächtig stolz auf seinen prominenten Gast.
Breitbeinig am zu niedrigen Pult: Im Showgeschäft brauche man "ein tausendprozentiges Ego, denn es wird schon auf einem rumgetrampelt", warnte der graue Meister die Studenten. Eine Karriere fange nun einmal unten an: "Kaum einer hat ja ganz oben angefangen und sich dann oben gehalten."
Rückblick: Schmidt im Jahr 1992. Der Kabarettist machte Late-Night im deutschen Fernsehen zum Erfolg.
Schmidt als Hitler, der aus dem Grab vor Rechtsextremen warnt: "Ich weiß, wovon ich sprrreche!"
Kurz vor dem Ende bei Sat.1: Schmidt verkündete Ende 2003 eine "kreative Pause".
Schmidt im Hemingway- oder Harry-Rowohlt-Look: Die erste Late-Night in der ARD nach seiner Rückkehr im Jahr 2004
Als Schauspieler mit Anke Engelke in Dieter Wedels "Vom Suchen und Finden der Liebe" (2005)...
...und als Rategast bei der Prominentenausgabe von "Wer wird Millionär".
Mädchen für alles bei der ARD: Sonderbares Olympia-Zwischenspiel mit Waldemar Hartmann (2006)
Der deutsche Humor-Großmeister und sein möglicher Erbe: "Er ist die Zukunft. Ein Raab mit schönen Zähnen", sagt Schmidt über Pocher. Manchmal fällt ihm auch Böseres über seinen Juniorpartner ein.