Boom-Nebenwirkungen Auf Mallorca wächst Tourismuskritik
Costa Betona Arenal: An Palmas Hausstrand ist jeder Quadratmeter verbaut - und im Sommer 2016 auch gebucht. So ist das überall auf der größten Baleareninsel, und vielen Einwohnern ist das des Guten zu viel.
Menschen-Abfüllanlage am Ballermann: Mit den Exzessen des Sauftourismus hadert Mallorca seit Jahren. Versuche, das unter Kontrolle zu bekommen, blieben halbherzig - man verdient ja auch kräftig daran.
Voll was los: Inzwischen ist die Überfüllung aber überall spürbar. Auch auf dem Marktplatz von Sineu (eigentlich 3600 Einwohner) herrscht im Sommer ein Treiben von fast großstädtischer Dichte. Kein Wunder: Auf jeden Mallorquiner kam in diesem Sommer ein Gast.
Das ist vor allem wegen der Ressourcen ein Problem: Woher so viel Trinkwasser nehmen, wohin mit all dem Abwasser und Müll? Dazu muss das Gros der Nahrungsmittel auf die Insel gebracht werden - im Sommer läuft logistisch außer Nahrungstransport fast nichts mehr.
Niemals einsam: Touristen haben sich ein schönes Fleckchen gesucht, um einen romantischen Sonnenuntergang zu erleben. Mallorca-Reisende kennen das - und leben damit: Über Wuppertal, Neumünster, Dingolfing oder Zwickau mag es abends einsamer sein, aber Sonnenuntergang über warmem Meer hat man da nicht.