Lake-Nyos-Katastrophe - DER SPIEGEL
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Lake-Nyos-Katastrophe Tödliche Wolke aus dem See

1986 überraschte eine Kohlendioxidwolke ahnungslose Dorfbewohner in Kamerun und tötete 1700 Menschen. Der lautlose Tod kam aus dem benachbarten Lake Nyos - doch bis heute rätseln Wissenschaftler, warum genau das Gas aus dem See entwich.
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Der Katastrophensee: Die gelbliche Oberfläche lässt schon ahnen, dass es am Lake Nyos in Kamerun nicht so idyllisch ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Im August 1986 traten hier große Mengen im Wasser gebundenen Kohlendioxids explosionartig aus und töteten mehr als 1700 Menschen in den umliegenden Dörfern.

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Explosives Wasser: Der Lake Nyos liegt in einem ehemaligen Vulkankrater im Oku-Vulkangebiet von Kamerun. Er ist einer von drei Seen weltweit, dessen Wasser mit Kohlendioxid angereichert ist. Es bildet sich in einer Magmakammer unter dem Boden des Sees und steigt durch die Gesteinsschichten auf.

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Opfer der Katastrophe: Die Überlebenden der Katastrophe von Lake Nyos wurden in ein Krankenhaus im nahegelegenen Ort Wum gebracht. Hier starben noch weitere Menschen an den Folgen der Naturkatastrophe.

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Mit dem Leben davongekommen: Eines der Opfer der Lake-Nyos-Katastrophe wird im Krankenhaus von Wum behandelt. Einige Mythen aus der Gegend um den See weisen darauf hin, dass es auch schon früher derartige Unglücke gegeben hat.

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Der unsichtbare Tod: Nach der schlagartigen Freisetzung des Kohlendioxids im Lake Nyos starben mehr als 1700 Menschen. Insgesamt achttausend Tiere, vor allem Nutzvieh, erstickten ebenfalls an dem tödlichen Gas.

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Schockierender Anblick: Viele Rinder, die am weitesten verbreiteten Nutztiere der Gegend, verendeten bei der explosionsartigen Ausgasung des Kohlendioxids aus dem Lake Nyos.

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Katastrophenhilfe: Um den Menschen in der Unglücksregion zu helfen, schickte Israel Hilfsgüter nach Kamerun. Auf dem Flughafen von Bamenda, der nächsten größeren Stadt, wurden sie entgegengenommen.

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Eilige Fracht: Um die fast 1700 Toten der Katastrophe von Lake Nyos beerdigen zu können, wurden neben Hilfslieferungen aus Israel für die Überlebenden auch Särge in die Stadt Bamenda eingeflogen.

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Das Leben danach: Überlebende sitzen im Krankenhaus von Wum, wo sie behandelt und versorgt werden. Der Anteil von Kohlendioxid in der Luft beträgt normalerweise 0,04 Prozent. Eine Luft von fünf Prozent führt zur Bewusstlosigkeit, ein Anteil von acht Prozent bringt innerhalb kurzer Zeit den Tod.

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Flucht vor dem Gas: Eine Frau aus einem der Dörfer um Lake Nyos sitzt auf ihrem Gepäck und wartet. Sie wurde mit allen anderen Bewohnern evakuiert. Nach der Katastrophe ließ die Regierung die Häuser in Nyos abreißen. Niemand sollte zurückkehren können an den Unglücksort.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?