Produktionsstopp für den Defender Nach ihm die SUV-Flut
Der Land Rover Defender, hier ein Exemplar in klassischem Grün, ist endgültig Geschichte. Im englischen Solihull ist der letzte seiner Art vom Band gelaufen.
68 Jahren Jahre lang wurde das Modell gefertigt, insgesamt 2.016.933 Fahrzeuge in vier Baureihen.
"Go anywhere" - "Fahr, wohin du willst": Der Defender war der Inbegriff des Geländewagens. Am 30. April 1948 hatte Rover-Chefentwickler Maurice Wilks das Auto auf der Motor Show in Amsterdam erstmals präsentiert.
Selbst ein Neigungswinkel von 30 Grad konnte ihn nicht ins Wanken bringen.
Trotz seiner Robustheit war er staatstragend. Hier lässt sich eine junge Queen Elizabeth II von ihrem Gatten, Prinz Philip, in einem offenen Defender chauffieren.
Wenn das Leben wirklich eine Baustelle ist, dann ist der Land Rover Defender das richtige Auto dafür.
Früher war der Defender in der Savanne zu Hause, auf der Farm oder im Wald. Längst stellte er sich aber auch den Herausforderungen gentrifizierter Innenstadtviertel. Größtes Abenteuer für die Besitzer: die Parkplatzsuche.
Nichts schien den Defender aufhalten zu können. Doch irgendwann wurden an ihn höhere Anforderungen gestellt, als nur erlegte Elefanten ziehen zu können. Es waren die Abgasnormen und Sicherheitsvorschriften, die dem Konzept von 1948 den Garaus gemacht haben.
Heute fährt alle Welt in SUVs spazieren. Aber vermutlich könnten Opel Mokka, VW Tiguan und Renault Kadjar nicht mal diesen Defender aus Sand überqueren.
Jetzt ist also Schluss. Der Nachfolger des Defender, so heißt es bei Land Rover, werde frühestens 2018 auf den Markt kommen. Dann bestimmt auch wieder in klassischem Grün.