Saarland CDU siegt, FDP ist draußen
Alte und wohl auch neue Ministerpräsidentin des Saarlandes: Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) reckt in der Kongresshalle in Saarbrücken die Daumen hoch.
Ihre CDU hat im Saarland nach den Hochrechnungen von ARD und ZDF mit mindestens 34 Prozent gesiegt.
CDU-Wahlparty im Saarbrückener E-Werk: Die ersten Hochrechnungen begeistern die Unionsanhänger.
Kramp-Karrenbauer gab sich bereits bei der Abgabe ihrer Stimme zuversichtlich, dass die CDU es "aus dem Windschatten der SPD" schaffen und sie Regierungschefin bleiben werde. Sie hatte im Januar ein Bündnis mit FDP und Grünen platzen lassen und peilt jetzt eine Große Koalition an.
Beim Wahlkampf-Endspurt im Lokschuppen in Dillingen bekam Kramp-Karrenbauer am Freitag auch Unterstützung von Kanzlerin Angela Merkel.
Let's rock: Der saarländische SPD-Spitzenkandidat Heiko Maas spielt bei der Abschlusskundgebung in Saarbrücken E-Gitarre. Umfragen sahen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Sozialdemokraten und der CDU von Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer voraus. Das Ergebnis scheint aber klarer als gedacht zu sein.
Auch bei diesem Mal sieht es nach ersten Hochrechnungen schlecht aus: Die SPD schneidet überraschend schwach ab, die CDU hat gesiegt.
Maas mit seiner Frau Corinna am Sonntag in Saarlouis auf dem Weg zu ihrem Wahllokal. Zweimal versuchte er bereits vergeblich, den Sprung auf den Posten des Regierungschefs zu schaffen.
Die Wahlbeteiligung fiel bei der Landtagswahl an der Saar im Vergleich zu 2009 geringer aus. Eine Sprecherin des Wahlamts der Stadt führte die niedrigere Wahlbeteiligung unter anderem auf das schöne Wetter zurück.
Die große Unbekannte - die Piratenpartei. Sie liegt nach den ersten Hochrechnungen bei sieben Prozent. Die Landesvorsitzende Jasmin Maurer führt die junge Partei damit in den Landtag.
Einst Weggefährten, heute Konkurrenten: Linken-Spitzenkandidat Oskar Lafontaine und Maas (r.) bei einer Podiumsdiskussion zur bevorstehenden Landtagswahl. Die Linkspartei liegt bei 16 Prozent.
Lafontaine und seine Lebensgefährtin Sahra Wagenknecht: Die stellvertretende Linken-Chefin hat inzwischen ihren Wohnsitz im Saarland.
Schwere Aufgabe: Simone Peter führte die Grünen als Spitzenkandidatin in die Landtagswahl - ob die Öko-Partei es wirklich geschafft hat, steht noch nicht fest.
"Es geht auch anders" - so lautete der Wahlkampfslogan der FDP. Aber große Chancen konnten sich die Spitzenkandidaten Oliver Luksic und Nathalie Zimmer nicht ausrechnen. Die Liberalen scheitern an der Fünfprozenthürde, sie liegen nach den Prognosen bei zwei Prozent. Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer hatte das Bündnis mit Grünen und FDP wegen personeller Querelen bei den Liberalen aufgekündigt.