Langbahnrennen Scheeßel Laut, dreckig, ungebremst
Vorbereitungen auf das Langbahnrennen in Scheeßel: Eine Mechaniker arbeitet an der Maschine des Schweden Joel Nyström.
Einblicke gestattet: Bei Speedway- und Langbahnrennen können die Zuschauer meist auch das Fahrerlager besichtigen.
Blick auf Details: Die Abdeckung am unteren Teil des Hinterrades soll die Zuschauer und anderen Fahrer vor dem Dreck schützen, den die Stollen in die Höhe schleudern - das gelingt nur bedingt.
Alle dabei: Bahnsport-Verantstaltungen, also auch Langbahnrennen, sind oft eine gute Gelegenheit für einen Familienausflug. Das gilt für die Zuschauer und Fahrer. Das niederländische Noordmann-Racing-Team ist sogar mit Hund angereist.
Einsatz für den Nachwuchs: Dieser junge Biker führt das Fahrerfeld zur Vorstellung auf die Strecke.
Startmaschine: Ein Streckenposten bereitet einen Lauf vor. Dazu wird das Startband zwischen zwei Pfosten nach unten gezogen und mit einem Elektromagneten fixiert. Ist das Rennen freigegeben, schnellt das Gummi durch einen Feder-Mechanismus noch oben.
Los geht's: Mit einem Durchschnittstempo von mehr als 120 km/h rasen die Fahren über die Strecke in Scheeßel. Rechts im Bild Matthias "Matten" Kröger aus Bokel.
Drecksschleuder: Der Start ist ein Spektakel aus Lärm, Dreck und Qualm. Davon bekommt auch der Streckenposten einiges ab, der die Fahrer auf ihre Startplätze einweist.
Attacke: Die Einzylinder-Motoren leisten ungefähr 70 PS. Das reicht, um die Motorräder auf Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 180 km/h zu beschleunigen. Bremsen ist per Reglement verboten.
Arbeit in der Kurven: Matten Kröger driftet auf dem Eichenring in Scheeßel durch die Kurve.
Von vorne sieht man besser: Wer das Feld anführt, hat einen entscheidenden Vorteil - die uneingeschränkte Sicht auf die Fahrbahn.
So sehen Verfolger aus: Am Ende eines Renntages ist von vielen Fahrern und Maschinen nicht mehr viel zu erkennen. Bahnsport ist eine dreckige Angelegenheit.
Ausbesserung: Vor jedem Start präparieren Streckenposten den Startbereich. Am Ende des Tages sind hier von den Reifen trotzdem rund zehn Zentimeter tiefe Furchen hinein gefräst.
Power von der Insel: Das Duo Shaun Harvey und Danny Hogg aus Großbritannien bereiten sich auf den Start eines Rennens vor.
Klare Sache: Matten Kröger konnte alle seine Läufe gewinnen und stand am Ende ganz oben auf dem Treppchen. Im Lauf zur Norddeutschen Bahnmeisterschaft siegt der Mann aus Bokel vor Benjamin Hegener und Stefan "Catman" Katt.