Las Vegas Friedhof der Neontafeln
Friedhof statt Schrottplatz: Ausgemusterte Neonreklamen werden in Las Vegas meist verschrottet. Diese Exemplare hatten mehr Glück. Sie werden auf dem Neon Boneyard, einem Freilichtmuseum mitten in Downtown Las Vegas, ausgestellt.
Leuchtbuchstabensalat: Mehr als 150 Leuchtreklamen bietet der Boneyard eine letzte Ruhestätte.
Touristenattraktion: Viele Las-Vegas-Besucher und Design-Fans besuchen den Friedhof der Neonreklamen.
Filmreif: Der Boneyard war schon Schauplatz von Musikvideos, Modeshootings und Fernsehproduktionen. Die Band The Killers drehte hier ihren Clip zu "All The Things That I've Done". Die Modezeitschrift "Vogue" lichtete vor der eindrucksvollen Kulisse ihre Models ab. Und auch für die Krimiserie "CSI" wurden Szenen auf dem Gelände gedreht.
Friedhof mit Aufnahmeprüfung: Nicht jede Leuchtreklame wird auf dem Neon Boneyard aufgenommen. Ein Komitee entscheidet darüber, welche Schilder erhalten bleiben sollen.
Fremont Street: Bevor der Las Vegas Boulevard mit seinen riesigen Hotelanlagen und Casinos zum Touristenmagneten avancierte, war die Fremont Street die sündige Meile in der Glücksspiel-Hauptstadt. Foto von 1955.
Eine leuchtende Herausforderung: Im Gegensatz zu den modernen LCD-Screens, die heute viele Casinos und Hotels schmücken, versuchen die alten Neonreklamen, "die Vorstellungskraft ihrer Betrachter herauszufordern", sagt Danielle Kelly.
"Howdy Partner": Der sogenannte Vegas Vic, ein 23 Meter hoher Leucht-Cowboy, wurde 1951 entworfen. Er stand über dem Pioneer Club in der Fremont Street in Las Vegas. Alle 15 Minuten begrüßte die Figur die Besucher der Stadt mit einem "Howdy Partner". 1966 wurde die Stimme entfernt - der berühmte Cowboy darf bis heute an seinem angestammten Ort posieren.
Glanzleistung: Das Logo des Stardurst-Casinos, Foto von 1986, zu retten, war für die Boneyard-Betreiber eine logistische Herausforderung. Das riesige Reklameschild musste ...
... in neun Teile geschnitten werden: Erst dann konnte es per Lkw zum Neon Boneyard transportiert werden, wo es noch immer so liegt. Beeindruckend ist es trotzdem - jedes einzelne Stück hat die Größe eines Wohnwagens.
In letzter Sekunde: Das alte Logo des Tropicana-Hotels hat ebenso seinen Platz auf dem Neon Boneyard gefunden - das verdankt es Fans des Projekts. Als die Reklame bereits abmontiert wurde, machten sie sich über Facebook und Twitter dafür stark, dass sie nicht verschrottet, sondern dem Neon Museum gestiftet wird.
Abgefahren: Die rund 55 Meter hohe Reklame vom Parkplatz des Sahara-Hotels musste in mehreren Stücken auf den Neon Boneyard gebracht werden.
Ausgeleuchtet: Pittoresk erscheinen die ausgedienten Lichtertafeln - hier ein "Free Parking"-Schild und das Logo von Joe's Longhorn Casino - auf dem Boneyard in Las Vegas.
Gib mir ein H: Viele alte Leuchtreklamen kommen in Einzelteilen auf den Boneyard.
Alle Lampen aus: Auf rund 2000 Quadratmeter mitten in Las Vegas hat eine Gruppe von Einheimischen ein Museum aufgebaut. Die Exponate: ausgediente Neonreklamen von Casinos, Hotels und Wäschereien.
Auftritt Stöckelschuh: Der mannshohe "Silver Slipper" drehte sich bis 1988 auf dem gleichnamigen Casino - in diesem Jahr wurde die legendäre Spielhalle geschlossen.
Designer-Sign: Die weltberühmte "Welcome to Fabulous Las Vegas"-Leuchttafel entwarf die Neonreklame-Designerin Betty Willis. Sie ist eine der wenigen Frauen in diesem Berufsfeld.